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: auf den spuren govindas

 

Auf den Spuren Anagarika Govindas in Ladakh

25. August 2012

Bei Forschungen in Ladakh rekonstruieren Volker und Birgit Zotz derzeit den Weg einer Expedition, die vor fast achtzig Jahren in den äußersten Norden Indiens unternommen wurde. 1933 war Anagarika Govinda (1898-1985), der ursprünglich Ernst Lothar Hoffmann hieß, mit dem indischen Gelehrten und damaligen buddhistischen Mönch Rahula Sankrityayan (1893-1963) von Kaschmir nach Ladakh aufgebrochen. Govinda, der in dieser Zeit Universitätslehrer in Shantiniketan war, hat viel aus Ladakh mitgebrachtes Material hinterlassen. Auch berichtete er Jahrzehnte später in seinem bekannten Werk Der Weg der Weißen Wolken einige Details über seinen Aufenthalt in dieser Region:

 


Anagarika Govinda - Rahula Sankrityayan

„Die Reise bis Leh hatte fast einen ganzen Monat in Anspruch genommen. Sie hatte mir Gelegenheit gegeben, mich den klimatischen Verhältnissen anzupassen und abzuhärten, indem ich, Rahulas Beispiel folgend, unter freiem Himmel ohne Zelt nächtigte.“
Wichtige Stationen Govindas waren das Kloster Hemis, wo er Zeuge der Mysterienspiele wurde, und der Pangongtso, ein in mehr als viertausend Meter Höhe gelegener Bergsee. Anagarika Govinda, der auch als Künstler arbeitete, hat in Ladakh zahlreiche Bilder gemalt.



Birgit und Volker Zotz in Ladakh

Obwohl Govinda in Der Weg der Weißen Wolken viele Details seiner Erlebnisse mitteilte, blieben bis heute die näheren Umstände seiner Reise ebenso im Dunkeln wie die genaue Route, nachdem er sich in Leh von Rahula Sankrityayan trennte. Sogar der Anlass der Reise ist unbekannt, denn Govinda schrieb in seinem Buch nur geheimnisvoll: „Umstände unwahrscheinlichster Art,“ die ihm dann im Rückblick als die „Auswirkung einer schicksalhaften, richtunggebenden Kraft“ erschienen, hätten ihm den Weg nach Ladakh ermöglicht. Vor achtzig Jahren war das Land im Himalaja für Fremde noch weitgehend unzugänglich.

Volker und Birgit Zotz sind nun dabei, auf Basis seiner hinterlassenen persönlichen Aufzeichnungen mehr über Govindas Aufenthalt in Ladakh herauszufinden. Sie besuchen hierzu alle die Klöster der Region, in denen Govinda damals gewohnt hat. Zudem wollen sie mit Hilfe einheimischer Lamas und Gelehrter wie Nawang Tsering Shakspo von der Akademie der Wissenschaften in Kaschmir mehr über die Spuren erfahren, die der erste deutsche Lama in Ladakh hinterließ. Die Ergebnisse der Nachforschungen sollen 2013 in einem Bericht über Govindas Expedition nach Ladakh veröffentlicht werden.

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"Indem man etwas macht, was auch immer es sei, macht man auch sich zu etwas. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass man ohne Schaffen letztlich nichts wäre. Schelling hat das deutlich gesehen, als er meinte, im Produzieren entkomme der Mensch dem Nichts, denn dabei ist er ‚nicht mit sich selbst, sondern mit etwas außer sich beschäftigt.' Gott, meinte der Denker, sei deswegen vollends selig, ‚weil seine Gedanken immerwährend in dem sind, was außer ihm ist, in seiner Schöpfung.' Wer dem Abgrund der Leere entkommen will, die er für sich selbst wäre, muss etwas hervorbringen."
"Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache&Wirkung Nr. 43 (2003), S. 31.

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