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: innere gewissheit

23. Dezember 2012

Obwohl sein Hauptwerk Die großen Arcana des Tarot. Meditationen vielen spirituell Interessierten geläufig ist, blieb der Name des Autors Valentin Tomberg (1990-1973) relativ unbekannt. Seine berühmteste Arbeit erschien unter dem Pseudonym „Der Anonymus d’Outre-Tombe.” Der baltische Jurist und Mystiker bemühte sich mit fortschreitendem Lebensalter zunehmend, als Person aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. Entsprechend blieben seine bedeutendsten Arbeiten zu Lebzeiten unveröffentlicht.
Tombergs Leben war eine geistige Reise: Ursprünglich Protestant, fand er zunächst zur russisch-orthodoxen Kirche. Er vollzog eine tiefe Auseinandersetzung mit französischen Hermetikern und der Theosophie. Später war er in der anthroposophischen Bewegung als Nachfolger Rudolf Steiners im Gespräch. In den 1940er Jahren wandte er sich dem Katholizismus zu. Für Kardinal Hans Urs von Balthasar, der eine Einführung in Tombergs Hauptwerk Die großen Arcana schrieb, war dieser ein „christlicher Denker und Beter von bezwingender Lauterkeit.”


Friederike Migneco und Volker Zotz, die schon 2007 aus dem Nachlass Tombergs das Buch Der wandernde Narr. Die Liebe und ihre Symbole vorlegten, geben jetzt einen bislang unbekannten Text des Autors in Buchform heraus: Innere Gewissheit. Über den Weg, die Wahrheit und das Leben.


Valentin Tomberg
Diese im Archiv des Klosters Himmerod bewahrte Schrift aus den 1950er Jahren dokumentiert Valentin Tombergs Versuch, echte Sicherheit über die letzten Fragen der Menschheit zu gewinnen, über den „Ursprung und die Bestimmung der Welt, das herrschende Prinzip oder Wesen der Welt, das Wesen der menschlichen Persönlichkeit, ihr Schicksal und ihre Bestimmung im Leben und im Tod.“
Tomberg wollte sich hierzu einer „Totalmethode“ bedienen, die viele Vermögen des Menschen einschließt: Beobachtung und philosophisches Denken, Erforschung des Gewissens, Gebet und Meditation. Zwar war dieses umfassende Anliegen einer „Totalmethode“, wie die Herausgeber in ihrer ausführlichen Einleitung schreiben, „zum Scheitern verurteilt.“ Doch verstehen sie den Text als eine „Einladung zur Meditation“ über zentrale Anliegen Tombergs. Dieser strebte durch ein Denken in Symbolen nach wesentlichen Erkenntnissen, die den Menschen weit über das Alltägliche hinausführen.


Valentin Tomberg hat sich wie auf allen Stationen seiner geistigen Reise auch in diesem Text an zentralen Stellen mit buddhistischen Motiven beschäftigt. Dieser Tatsache geht Volker Zotz ausführlich in einer Studie „Tomberg und der Buddhismus“ nach, die ans Ende des Bandes gestellt wurde. Das Buch erscheint am 27. Dezember 2012 im Verlag der Kairos Edition Luxemburg. :: zur Kairos Website

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"Indem man etwas macht, was auch immer es sei, macht man auch sich zu etwas. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass man ohne Schaffen letztlich nichts wäre. Schelling hat das deutlich gesehen, als er meinte, im Produzieren entkomme der Mensch dem Nichts, denn dabei ist er ‚nicht mit sich selbst, sondern mit etwas außer sich beschäftigt.' Gott, meinte der Denker, sei deswegen vollends selig, ‚weil seine Gedanken immerwährend in dem sind, was außer ihm ist, in seiner Schöpfung.' Wer dem Abgrund der Leere entkommen will, die er für sich selbst wäre, muss etwas hervorbringen."
"Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache&Wirkung Nr. 43 (2003), S. 31.

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