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: mensch ärgere dich nicht!

Mensch ärgere dich nicht!

Juni 2014

In der Sommer-Ausgabe 2014 der Zeitschrift Ursache&Wirkung findet sich eine Satire von Volker Zotz über die Erfindung des Spiels Mensch ärgere dich nicht, die mit folgenden Absätzen beginnt:
„Josef Friedrich Schmidt bereitete schon vielen Ärger – und das seit über hundert Jahren. Es begann im Dezember 1907 oder im Januar 1908. Aber das Ärgerlichste dieser Geschichte ist nicht das Fehlen genauer Daten. Schmidt saß versunken in seinem Münchner Atelier und hielt sich trotz allen Grübelns von Ärger frei. Er wusste: Ärger steht großen Taten im Weg. Nichts weniger als eine solche lag vor ihm.
Ein verkäufliches Brettspiel wollte Schmidt schaffen. Im Wissen, dass nur Gott Dinge aus dem Nichts erzeugt und diese Theologenbehauptung unbewiesen war, gab er seiner Schöpfung ein Vorbild. Schmidt baute das indische Spiel Pachisi vor sich auf und sinnierte, wie es sich verwandeln ließe, damit die Völker des deutschen und des österreichischen Kaisers sich gerne damit beschäftigten.
Weil Pachisi indische Religionen spiegelt, schien es ärgerlich undeutsch: Figuren zogen Kreise, die abrupt endeten. Neue Runden begannen, bis man nach langen Mühen dem Kreislauf entkam. Ein Zeitvertreib für Hindus und Buddhisten, die an Reinkarnation glaubten, aus der sie rechtes Tun und Lassen erlöst. Weil Arthur Schopenhauer nicht wenige Landsleute für diese Idee warb, ahnte Schmidt für Pachisi eine deutsche Zukunft, entdeckte und tilgte er erst asiatische Mängel daran.“ [...]

 


Josef Friedrich Schmidt


 

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"Indem man etwas macht, was auch immer es sei, macht man auch sich zu etwas. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass man ohne Schaffen letztlich nichts wäre. Schelling hat das deutlich gesehen, als er meinte, im Produzieren entkomme der Mensch dem Nichts, denn dabei ist er ‚nicht mit sich selbst, sondern mit etwas außer sich beschäftigt.' Gott, meinte der Denker, sei deswegen vollends selig, ‚weil seine Gedanken immerwährend in dem sind, was außer ihm ist, in seiner Schöpfung.' Wer dem Abgrund der Leere entkommen will, die er für sich selbst wäre, muss etwas hervorbringen."
"Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache&Wirkung Nr. 43 (2003), S. 31.

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