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: schatten - koloss - gartenzwerg

Schatten - Koloss - Gartenzwerg

Oktober 2014

Schatten – Koloss – Gartenzwerg Oktober 2014 In der 272. Ausgabe der Zeitschrift Der Kreis schreibt Volker Zotz im Artikel „Schatten – Koloss – Gartenzwerg. Metamorphosen der Gestalt des Buddha“: „[...] Erinnerten sich seine Schüler nach Gautamas Tod an dessen Größe, ging es wohl kaum um die physische Gestalt. ‚Wie Stricke einen alten Karren zusammenhalten, wird auch mein Körper von Stricken zusammengehalten,’ kommentierte der hinfällige Greis dem Mahāparinibbānasutta zufolge seinen Zustand. Dieser Anblick eines Mannes, der sich zuletzt nur mit Hilfe von Stützbandagen bewegte, inspirierte keine Heldendenkmäler. Zeitgenossen und folgende Generationen beeindruckte nicht das Leibliche an Gautama, sondern die von Haften und Jammern freie Haltung, in der er dessen Verfall erlebte: ‚Wie könnte es sein, dass Entstandenes, Gewordenes nicht zerfiele?’ Als Jahrhunderte später eine buddhistische Kunst aufkam, war die Erinnerung an den wirklichen Mann längst verblasst. Man erzählte von einem Übermenschen, der durch die Luft flog, übers Wasser wandelte und an den Sohlen Male in Form eines tausendspeichigen Rades trug. Künstler stellten dieses Wunderwesen nicht anthropomorph dar, sondern durch Symbole wie Fußabdrücke, leere Throne oder Schirme. Den Menschen abzubilden, der sich durch vollkommene Freiheit von allen abhob, schien unmöglich. [...]“

 

 


 

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"Indem man etwas macht, was auch immer es sei, macht man auch sich zu etwas. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass man ohne Schaffen letztlich nichts wäre. Schelling hat das deutlich gesehen, als er meinte, im Produzieren entkomme der Mensch dem Nichts, denn dabei ist er ‚nicht mit sich selbst, sondern mit etwas außer sich beschäftigt.' Gott, meinte der Denker, sei deswegen vollends selig, ‚weil seine Gedanken immerwährend in dem sind, was außer ihm ist, in seiner Schöpfung.' Wer dem Abgrund der Leere entkommen will, die er für sich selbst wäre, muss etwas hervorbringen."
"Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache&Wirkung Nr. 43 (2003), S. 31.

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