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: interview verlagshaus römerweg

Interview Verlagshaus Römerweg

Februar 2015

Auszug aus dem Interview:

VR: Herr Prof. Dr. Zotz, Sie reisen regelmäßig aus Forschungsgründen nach Asien und haben viele Jahre in Japan gelebt; bis heute verbringen Sie jedes Jahr mehrere Monate in Indien. Welche Bereicherungen und Inspirationen nehmen Sie von diesen Reisen für Ihre Forschungstätigkeit mit?

Volker Zotz: Weil ich seit fast vier Jahrzehnten immer wieder lange Perioden in Ländern Asiens zu tun habe, erscheinen mir dort auch kurze Aufenthalte gar nicht als Reisen. Ich verstehe mich als ein Bewohner Eurasiens, das ich als einen einzigen bunten Kontinent empfinde. Es ist für mich in der Ost- und der Westrichtung jeweils ein Heimkehren, wobei die Unterschiede im täglichen Leben besonders bereichern. Menschen haben in Europa, Indien und Japan dieselben Probleme, gehen aber sehr unterschiedlich damit um. Überall gibt es die Konfrontation mit dem Tod, aber die Trauer drückt sich ganz anders aus. Überall redet man miteinander, doch was gesagt werden darf oder ungesagt bleiben soll, weicht kulturell stark ab. Bei meinem Pendeln zwischen Ost und West immer wieder zu erleben, wie sogar in gewöhnlichsten Belangen nichts selbstverständlich und allgemein gültig ist, hilft der philosophischen und wissenschaftlichen Arbeit. Dass alles mit gleicher Berechtigung ganz anders sein kann, lässt mich nicht vergessen, wie ungewiss alle scheinbaren Gewissheiten sind.

Das gesamte Interview auf: www.verlagshaus-roemerweg.de

 

 


 

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"Indem man etwas macht, was auch immer es sei, macht man auch sich zu etwas. Dies bedeutet auf der anderen Seite, dass man ohne Schaffen letztlich nichts wäre. Schelling hat das deutlich gesehen, als er meinte, im Produzieren entkomme der Mensch dem Nichts, denn dabei ist er ‚nicht mit sich selbst, sondern mit etwas außer sich beschäftigt.' Gott, meinte der Denker, sei deswegen vollends selig, ‚weil seine Gedanken immerwährend in dem sind, was außer ihm ist, in seiner Schöpfung.' Wer dem Abgrund der Leere entkommen will, die er für sich selbst wäre, muss etwas hervorbringen."
"Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache&Wirkung Nr. 43 (2003), S. 31.

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