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: bücher

Buddha

Buddha
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1991
Aktuelle Auflage 2005
154 Seiten
ISBN 3-9-499-50477-4

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Gautama Siddhartha, unter dem Titel "Buddha" ("der Erwachte") bekannt, ist er Stifter der historisch ältesten Weltreligion. Seine Lehre prägte die Kulturen Indiens, Japans, Chinas und Tibets. Auf Grundlage der überlieferten Aussagen des Buddha und vor dem Hintergrund seiner Zeit des 4: Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung entwirft Volker Zotz das Lebensbild des indischen Philosophen und führt in seine Gedankenwelt ein.


"… Der Feldherr Simha, ein angesehener Mann im Licchavi-Staat, war ein Anhänger der Jainas. Nachdem er hörte, wie andere Gautama rühmten, suchte er diesen auf, um sich ein Bild von ihm zu machen. Sehr befriedigt von den Antworten, die er auf alle Fragen erhielt, wollte er sich zu Gautama. seiner Lehre und seiner Gemeinde bekennen. Doch Gautama reagierte unerwartet: ‚Überlege dir, war du tust, Simha. Für berühmte Männer wie dich ist es gut, wenn sie überlegt handeln.' Simha war von dieser Reaktion beeindruckt: ‚Hätten mich andere zum Anhänger gewonnen, hätten sie durch ganz Vaisâli eine Fahne getragen und gerufen: ‚Der Feldherr Simha ist unser Anhänger geworden.' Der Erhabene mahnt mich dagegen, zu überlegen, was ich tue. Als Anhänger, der von heute für das ganze Leben Zuflucht zu ihm genommen hat, soll mich der Erhabene betrachten.' Doch Gautama hat einen weiteren Einwand: ‚Lange war dein Haus offen für die Jainas. Du sollst ihnen darum, wenn sie zu deinem Hauskommen, Nahrung geben.' Simha hätte eher erwartet, daß der Sramane Gautama sagt: ‚Nur mir und meinen Schülern soll man spenden, nicht anderen und deren Schülern. Nur mir und meinen Schülern Gegebenes bringt Heil, nicht das anderen Gegebene. - Jetzt aber mahnt mich der Erhabene, auch den Jainas zu spenden.' Die Episode zeigt eine tolerante Haltung Gautamas, der man in den Texten häufig begegnet. Sosehr er anderen Lehren entgegentrat, um aus seiner Sicht deren Mängel aufzuzeigen, wollte er nicht abwerben, sondern durch Argument und Vertrauen überzeugen. Dieser Zug ist der buddhistischen Tradition auf ihrem Weg in andere Kulturkreise im wesentlichen geblieben, indem sie in der Regel die Koexistenz mit bestehenden Lehren oder Religionen erstrebte und diese nicht verdrängte. …"
Buddha, S. 57-59


Pressestimmen

"Er hielt nichts von Sanktionen wie Todesstrafe, Gefängnis oder Enteignung, weil sie niemanden abschrecken, und empfahl stattdessen Bekämpfung der Kriminalität durch. Subvention der Armen. Um ein Gemeinwesen vor dem Niedergang zu bewahren forderte er gut besuchte Ratsversammlungen, Fassen der Beschlüsse in Eintracht, Achtung vor alten Menschen und keine Gewalt gegen Frauen. Das eigene Auskommen sollte nicht zum Nachteil anderer führen: daher verbot er Geschäfte mit Waffen, Lebewesen, Rauschgetränken und Gift. Als niedrig und dem Seelenheil nicht dienlich betrachtete er Gespräche über Regenten, Räuber, Minister und Heere (in dieser Reihenfolge). Diese erstaunlichen Forderungen stammen von Gautama Buddha, […] Einen prägnanten Einblick in sein Leben, seine Zeit und seine diffizile Philosophie bietet der schmal, illustrierte Band Buddha von Volker Zotz - Vielleicht ein Anstoß, sich intensiver mit einer Weltsicht zu befassen, die gerade heute besonders aktuell wäre."
Roland Mischke in Der Standard (Wien) 17.1. 1992

"… Fernab des Klischees vom abgeklärten, über alles erhabenen und unerreichbar fernen Meister stellt dieses Buch den Buddha in den Kontext seiner Zeitgenossen: Monarchisten und Republikaner, aber auch Magier und halbverhungerte Asketen, die dem Erleuchteten den Weg in die Hauslosigkeit - als Aussteiger aus dem Kastensystem - vorangegangen sind. […]Eine kurze, thematisch gegliederte Bibliographie sowie das Bildmaterial, das einen Eindruck von der Vielfalt der buddhistischen Welt vermittelt, runden das Büchlein soweit ab, daß es sowohl als motivierende Ersteinführung als auch als interessante Anregung zur Fortsetzung der Beschäftigung, mit dieser Weltreligion gelesen werden kann."
Markus Ladstätter in RELIGIONEN unterwegs, Nr. 2, Mai 2005

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