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Auf den glückseligen Inseln

Auf den glückseligen Inseln
Buddhismus in der deutschen Kultur
Berlin: Theseus Verlag 2000
400 Seiten
ISBN 3-89620-151-4
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Schopenhauer, Wagner und Nietzsche haben den Buddhismus zum Thema in den Salons des literarisch und weltanschaulich interessierten Bürgertums werden lassen. Wiedergeburt und Nirvana, Selbsterlösung und Nihilismus wurden zu bewegenden und erregenden Themen. Sollte man die Welt fliehen, um im Nichts ewigen Frieden zu finden, oder die Verwirklichung des Übermenschen anstreben? Für beide Wege empfahl sich der Buddhismus.
Volker Zotz beschreibt in dieser umfassenden Darstellung die komplexe Geschichte der innigen kulturellen Beziehung zwischen Buddhismus und deutscher Kultur im Spannungsfeld von Modetrends und Erwachen des Westens.


"… doch ist das Gewahrsein bedeutend, daß man immer mit einem Bein im Verkennen steht, unvermeidlich verzerrt, verändert und erschafft, wenn man in anderem Kontext Gewachsens in eigene Worte und Bezugssysteme überträgt.
Trotzdem, was ihm als Buddhismus erkennbar wird, vermag den Abendländer vor die Entscheidung zu stellen. Dies gilt ungeachtet der psychonanalytischen Binsenweisheit, daß man im anderen am ehesten das sieht, was man in sich selbst verdrängt. Für Karl Jaspers wies allein die Möglichkeit des buddhistischen Weges mit dem Ziel des Erlöschens auf die ‚Fragwürdigkeit des Menschseins. Der Mensch ist nicht, was er nun einmal ist, sondern er ist offen. Er kennt nicht eine Lösung, nicht eine Verwirklich als die allein richtige.' Gerade in seinen radikalen Formen, die sich der Metaphysik verweigern, führt der Buddhismus so zur Wahl zwischen dem Annehmen des Lebens als eines Daseins zum Tode in sinnfreier Welt und dem Trotz der Metaphysik, die hinter diesem Leben mehr als nur den Tod sehen will. Vielleicht führt er auch zur Erkenntnis, daß eine rationale Entscheidung hier gar nicht möglich ist. - Ist der Buddhismus ein Weg des Loslassens, sind vielleicht gerade jene die konsequentesten Buddhisten, die ihn wieder verlassen."
Auf den glückseligen Inseln, S. 356


Pressestimmen

"… Nur schlüssig daher, wenn Zotz an den Schluss seines Buchs das kritisch gewendete Kitschwort der neueren Esoterik stellt, das ‚Loslassen': 'Ist der Buddhismus ein Weg des Loslassens, sind vielleicht gerade jene die konsequentesten Buddhisten, die ihn wieder verlassen.'"
Ludger Lütkehaus in Neue Zürcher Zeitung 8. März 2001

"… Wie komplex das Verhältnis zwischen der asiatischer Philosophie und der deutschen Kultur ist und war, zeigt Volker Zotz in seiner spannenden historischen Analyse. […] Volker Zotz hat sich die Mühe gemacht und genau hingeschaut. […] Volker Zotz spart nichts aus. Und gerade seine Detailkenntnis ist es, die das Buch so interessant macht. …"
Mechthild Müser 9.3.2001 in Radio Bremen

"… Die Begegnung deutscher Kultur mit dem Buddhismus […] in ihrer facettenreichen Gesamtheit darzustellen, hat sich der Wiener Philosoph Volker Zotz in seinem Buch, dessen Titel Nietzsches 'Also sprach Zarathustra' entnommen ist, zur Aufgabe gemacht. Und es sei vorweg gesagt, dass er diese Aufgabe im wesentlichen glänzend gelöst hat. […] Volker Zotz hat sich jedenfalls um die Geschichtsschreibung eines der interessantesten, und man darf sogar sagen: spannendsten Kapitel des deutschen Geisteslebens in hohem Maße verdient gemacht.. …"
Michael Ladwein in Die Drei 10/2001

"… Das Kapitel über den Buddhismus und sein Verhältnis zum NS-Staat, in dem Zotz sich der Frage zuwendet, inwiefern Ansätze zu faschistischen Anschauungen bereits in der buddhistischen Lehre selbst angelegt sind, gehört ohne Zweifel zu den innovativsten Abschnitten des Bandes. …"
Inken Prohl in SPIRITA. Zeitschrift für Religionswissenschaft. April 2002, S. R 19.

"Zündstoff für Debatten wird die These bieten, der Buddhismus habe insgesamt ein Problem, in bezug auf das Dasein sichere Werte zu behaupten. Vor der vollkommenen Befreiung gebe es letztlich keine Hierarchie der Werte, Indifferenz gegenüber der Welt sei die Folge! […]
Denjenigen LerserInnen, die dazu bereit sind, aus geschichtlichen Prozessen zu lernen […] sei dieses besondere Buch anempfohlen."
Dagmar Doko Waskönig in Majjhima Patipada 2001

"… Für oppositionelle Freigeister wurde der Buddhismus so zu einer doppelten Alternative: als Kritik an den Kirchen, deren Botschaft nicht mehr glaubwürdig erschien, und als Kritik an einer imperialistischen Kultur. Allerdings war dieser deutsche Buddhismus nicht frei von rassistischen Ideen, darauf weist Volker Zotz ausdrücklich hin. Deshalb konnten sich viele deutsche Buddhisten mit dem Nazi-Regime arrangieren. Dem Buch von Zotz ist es verdanken, dass dieser dunklen Seite inzwischen mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird."
Kurt Seifert in Spuren Herbst 2001

"… Mit Liebe zum Detail zeichnet Zotz eine Reihe großer Figuren aus der deutschen buddhistischen Geschichte nach […] Die Fülle der Funde ist schier unglaublich […] Zotz' Buch endet mit vielen sensibel formulierten offenen Fragen […] Es ist lohnend zu lesen - und überzeugt durch philosophisch geschulte sprachliche Zielsicherheit - für jeden, der lernen möchte, wie ungeheuer tief und zahlreich die literarischen, philosophischen und auch musikalischen Spuren dieser indischen Lehre in der deutschen Kulturgeschichte sind. …"
PD Dr. theol Ulrich Dehn in Materialdienst (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen), Heft 10/2002, S. 319-320

"… arbeitet Volker Zotz heraus: Die buddhistische Lehre in Deutschland wurde intellektuell vor dem Hintergrund der eigenen abendländischen Tradition diskutiert, aber es gab keine einheitliche Lehre und keine Lehrautorität. Die sich Buddhisten nannten, waren Abendländer, die in einer zunehmend gottfernen Welt nach dem Sinn ihrer Existenz fragten: Der frühe deutsche Buddhismus wurde so für viele Anhänger eine Reise zurück zu den eigenen christlichen Wurzeln. …"
Egbert Asshauer in Tibet und Buddhismus Ausgabe 58 (Juli-September 2001)

"Dieses Buch ist als Lektüre empfehlenswert, denn es zeigt in bestechender Weise, wie die eigene kulturelle (deutsche) Prägung die Aneignung fremder Kulturen und Religionen beeinflusst."
Peter Wevelsiep in Interreligiöse Arbeitsstelle INTRA Heft 8/2000, S. 489

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