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Konfuzius für den Westen

Konfuzius für den Westen
Neue Sehnsucht nach alten Werten
Frankfurt/Main: O.W.Barth 2007
352 Seiten
ISBN 978-3-502-61164-6
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Aus der Verlagsinformation: Gemäß dem Motto, dass der kürzeste Weg zu sich selbst um die Welt führt, lädt uns der Asienkenner Volker Zotz ein, durch die Begegnung mit den Jahrtausende alten Lehren des Konfuzius Europas geistige Traditionen und Werte neu zu entdecken, um Lösungen für heute drängende Probleme zu finden. Konfuzius (551-479 v. u. Z.) verstand sich als „Lehrer der Werte“, die sich auf persönlicher wie staatlicher Ebene bewähren: Echtes Menschlichsein, Treue in familiären, freundschaftlichen und beruflichen Beziehungen, lebenslanger Lerneifer, Liebe zur eigenen Kulturtradition. Seine geradezu zeitlosen Grundsätze, welche lange die Gesellschaften in China, Korea und Japan beeinflussten, bieten sich heute dem Westen als Möglichkeit, die allenthalben spürbare neue Sehnsucht nach wahren, tragfähigen „Werten“ zu erfüllen. Unsere von der Metaphysik geprägte abendländische Kultur und Denkweise erscheint im Spiegel der ausschließlich praktischen Lehre des Konfuzius in überraschend neuem Licht. Ein alter chinesischer Ansatz erweitert unsere Perspektive hier und heute.


"Konfuzius für den Westen - die Weisheiten eines alten Chinesen für das Europa von heute?
Das mag bedrohlich nach beschaulichen Sprüchen auf den Blättern eines Abreißkalenders klingen, etwa: ‚Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.' Solche Ratschläge - die, wie ohnehin jeder weiß, genau die richtigen sind - nehmen in endloser Wiederholung eine unerträgliche Penetranz an, im günstigsten Fall eine einschläfernde Unverbindlichkeit. Scheinen sie nicht am besten in diesen schmalen Bändchen aufgehoben, die man in Buchhandlungen unweit der Kasse findet? Wer rasch noch eine Geburtstagsgabe benötigt, greift in der sicheren Gewissheit danach, dass die Beschenkten sie mit gebührender Dankbarkeit durchblättern, bestätigend nicken - und dann nie mehr eine Zeile darin lesen werden. […]
Darum wäre eine Warnung angebracht. Wer mit sich und seiner Welt glücklich ist und dies bleiben möchte, sollte vielleicht nicht weiterlesen. Die folgende Interpretation des Konfuzius will dazu beitragen, dass Zufriedene unzufrieden und Unzufriedene noch unzufriedener werden; sie will den Ruhigen etwas von ihrer Ruhe rauben und Unruhige alles andere als beruhigen. Sie erklärt unter anderem, weshalb wir durch die Trennung von Eigentlichem und Realem in Privatleben, Politik, Wirtschaft und Kultur nahezu alles falsch machen. Doch folgen keine griffigen Patentrezepte zur Lösung der Misere, sondern ganz im Gegenteil die ernüchternde Erkenntnis, dass ein Scheitern dem Erfolg oder Gewinn meist vorzuziehen ist.
Trotzdem wird keine bloße Bescheidenheit propagiert: Auch wenn sich weniger oft als erstrebenswerter erweist als mehr, werden hohe Ziele empfohlen. Für den ersten Blick, der nach Vertrautem Ausschau hält, passt hier nichts zusammen. Damit richtet sich dieses Buch gegen den Geist unserer Zeit und Welt sowie die Lebensführung derer, die ihn tragen. Es ist gegen die meisten Leser geschrieben und selbstverständlich gegen seinen Verfasser. Der Weg, das Eigentliche zum Realen zu machen, ist ein größenwahnsinniges Unternehmen: Weil es mit der Erde und vor allem mit uns selbst keinesfalls wie derzeit weitergehen darf, raten die folgenden Seiten jedem Leser, dringend die eigene Würde und ganz nebenbei noch die Welt zu retten, obwohl sich ihr Autor nicht einmal in Bezug auf Kleinigkeiten selbst zu helfen vermag."
Konfuzius für den Westen, S. 9, 13


Pressestimmen

"Für Westler des christlichen Abendlandes gehört es aus vielerlei Gründen einfach dazu sich auch mit den asiatischen Religionen, des Hinduismus, des Buddhismus oder eben des Konfuzianismus zu beschäftigen. Insofern wird sich mancher unvermittelt von diesem Buchtitel angesprochen fühlen.
Wer nun allerdings eine exotisch neue Welt mit interessanten Ideen erwartet, wird schnell enttäuscht. Der Autor führt nämlich konsequent in die Lehren des Konfuzius derart ein, dass er sie nutzt, um uns Westeuropäer einen unverhohlenen Spiegel vorzuhalten: Was würde es bedeuten, mit einer konfuzianischen Haltung heute und hier zu leben? Das Berichtigen der Begriffe, das mitmenschliche Sein, die Rückkehr zu den Riten und Sitten der eigenen (religiösen) Tradition, das Streben nach Bildung und Selbstkultivierung durch Lyrik und Musik wird in den westlichen Kontext übertragen und stellt somit eine überraschende Herausforderung dar.
Es geht bei einer konfuzianischen Grundeinstellung also nicht darum ein Konfuzius-Anhänger zu werden, sondern vielmehr darum, die abendländisch-christliche Tradition intensiver verstehen zu wollen - als Wurzelgrund unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ziel ist es, ein menschliches Miteinander zu finden im Einklang mit den Rhythmen der Natur und im neuen Gewahrwerden der Bedeutung von alten Werten. Eine
anregende Herausforderung für westliche Modernisten, die alles Wesentliche von der Zukunft erwarten, denen aber die alltäglichen Beschleunigungen langsam Schwindel bereiten."
Wolfgang Fleckenstein in Erwuessebildung (Luxemburg) 2/08, S. 32

"… In dem kürzlich erschienenen Buch ‚Konfuzius für den Westen' zeichnet der Philosoph und Religionswissenschaftler Volker Zotz die neue Welt von ihrer dunklen Seite. Aus seiner Sicht gibt es jedoch Hoffnung, die neu aufkommende Sehnsucht nach wahren Werten zu erfüllen… Konfuzius' Lehre propagiert Werte, die sich auf persönlicher wie gesellschaftlicher Ebene bewähren: lebenslanger Lerneifer, Liebe zur eigenen Kulturtradition, Treue in familiären Beziehungen und Menschlichsein. Es sind diese zeitlosen Werte, die die westliche Welt zum Guten verändern könnten… In diesem Buch vollzieht der Asienkenner Volker Zotz eine Begegnung der ‚eurasischen' Denkweisen… Ein gegenseitiges echtes Interesse, was Gemeinsamkeiten und Differenzen aufweist, bringt uns ‚auf den Weg zu einem eurasischen Humanismus'."
Diane Thillman: Nach Osten und zurück. Volker Zotz über die neue Sehnsucht nach alten Werten und die Lehre des Konfuzius.
im Luxemburger Wort (Die Warte), 20. Dezember 2007, S. 22

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