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Totus Tuus

Totus Tuus
Marianisches Lesebuch zur Luxemburger Muttergottes-Oktave
Hrsg. von Volker Zotz und Friederike Migneco
Luxembourg: Kairos Edition 2004
2. durchgesehene Auflage 2005
150 Seiten
ISBN 2-9599829-9-1
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Lässt sich heute noch sinnvoll über die Mutter Jesu sprechen? Dieses Buchs beantwortet die Frage durch ein weites Spektrum an Themen. Eine feministische Annäherung, Gedanken über das Motiv der jungfräulichen Mutter als Symbol des Weiblichen und Reflektionen über Maria als ökumenische Gestalt im Hinblick auf Islam, Buddhismus und Ostkirche finden sich neben Kontemplationen moderner Mystiker und klassischen Dichtungen. Das Lesebuch entstand aus Anlass der jährlichen Muttergottes-Oktave, des bedeutendsten religiösen Fests im Großherzogtum Luxemburg. Es enthält Texte von Erzbischof Fernand Franck, Andreas Heinz, Georges Hellinghausen, Anastasia Bernet, Friederike Migneco, Volker Zotz, Wilhelm Maas, Georges Chopiney, Pierre Teilhard de Chardin, Thomas Merton und Adrienne von Speyr.


"… Bei allen inneren Verwandtschaften und spekulierten wie tatsächlich möglichen Einflüssen besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen den weiblichen Gestalten des Mahâyâna und den Erscheinungsformen der Gottesmutter Maria. Im christlichen Verständnis sind die Sophia-Maria ostkirchlicher Theologen, die viel besungene Himmelskönigin der sogenannten Volksfrömmigkeit, die Lieben Frauen von Lourdes und Fatima, die Trösterin der Betrübten von Luxemburg und die Schlangenzertreterin von Guadalupe nicht von einer jüdischen Mutter des 1. Jahrhunderts zu trennen. Sie finden in den einmaligen und unwiederholbaren Ereignissen um die Personen Jesus und Maria ihre Mitte und ihren Sinn für die Geschichte der Menschheit. Die buddhistischen Frauengestalten wirken dagegen überzeitlich, sind Prinzipien, die in vielerlei Manifestationen aufzutreten vermögen, sich aber gerade dadurch letzter und verbindlicher Konkretisierung in der Zeit entziehen. Auch hier zeigt sich der von Hans Urs von Balthasar festgestellte Unterschied, dass der Buddhismus 'den verlorenen, vergangenen Ursprung allem Gegenwärtigen, nur scheinbar Seienden vorzieht', sich also vom Konkreten abwendet, während Christi Liebe 'die vom gegenwärtigen Weltsein' ausgeht, 'zugleich den Anfang und das Ende umfängt.' Der Unterschied, dass Prajñâ, Târâ und Guanyin nicht mit dem Weltsein verbunden in einem Ursprünglichen verblieben, könnte einen befruchtenden Dialog allerdings mehr fördern als behindern. Hätte buddhistisches Denken analog zur christlichen Sophiologie die Prajñâpâramitâ mit der leiblichen Mutter des Buddha Gautama verbunden, würden Sophia und Prajñâ in ihren unterschiedlichen Konkretisierungen im Hinblick auf die christliche Perspektive einer historisch eindeutigen Verordnung des Heilsgeschehens leicht zu Gegensätzen. An ihrem Ort außerhalb der Geschichte können die Gestalten jedoch als Ausdruck einer adventlichen Stimmung gedeutet werden, der 'Universalität des menschlichen Geistes, dessen Grundbedürfnisse in den verschiedenen Kulturen identisch sind,' wie es Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Fides et Ratio ausdrückte."
Volker Zotz: "Die Mutter der Ökumene. Maria und die Weltreligionen." Totus Tuus, S. 96


Pressestimme

"Der von Friederike Migneco und Volker Zotz herausgegebene Band ist viel mehr, als der Untertitel vermuten lässt. Neben eher historisch orientierten Beiträgen enthält er philosophisch und theologisch hochstehende Aufsätze über die Möglichkeiten und Grenzen der Marienverehrung in der heutigen Zeit - unbequeme, weil zum Nach- und Weiterdenken anregende, geradezu herausfordernde Beiträge, die nie der (bei dem Thema durchaus gegebenen) Gefahr der süßlichen Frömmelei oder des wohlfeilen Dogmatismus erliegen. Eher zur Meditation geeignet sind die in den Band aufgenommenen Hymnen und Gedichte - angefangen von Dantes Göttlicher Komödie bis hin zu einem ergreifend schönen, bis dato unveröffentlichten Text von Georges Chopiney, OSB. Die gelehrten Herausgeber haben die Weltliteratur bemüht, um den theoretischen Abhandlungen eine regelrechte Anthologie der Mariendichtung an die Seite zu stellen, die auch für Kenner manche Überraschung bereithält (etwa den Hymnus von Teilhard de Chardin). 'Totus tuus' ist schließlich reich mit z.T. wenig bekannten Darstellungen der Consolatrix afflictorum aus den Sammlungen der Luxemburger Nationalbibliothek illustriert."
Luxemburger Wort 30. September 2004

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