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Volker Zotz promovierte 1987 in Philosophie mit Geschichte an der Universität Wien zum Dr. phil., wo er am Institut für Philosophie im Schwerpunkt indisches Denken lehrte. Im Fach Religionswissenschaft habilitierte er sich an der Universität des Saarlandes, wo er heute Religionswissenschaft und Philosophie lehrt.

Von 1989 bis 1999 arbeitete er an den japanischen Universitäten Ryukoku und Otani (Kyoto) und Rissho (Tokyo) in den Bereichen Kulturgeschichte und Religionsforschung.

Von 1999 bis 2014 lehrter er an der Université du Luxembourg (vormals Centre Universitaire de Luxembourg) Philosophie générale, antike Geistesgeschichte und Religionswissenschaft.


Auswahl an früheren Lehrveranstaltungen

:: Introduction systématique à la philosophie (module commun – allemand)
(Vorlesung für Studierende der Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaften/Université du Luxembourg, SS 2010)
Diese Vorlesung behandelt die abendländische Tradition der Philosophie, ihr Selbstverständnis im Lauf der Geschichte und ihre Abgrenzung von anderen Wissenschaften. Es werden hierzu wesentliche Anliegen, Themen und Disziplinen (wie Metaphysik, Ontologie, Erkenntnistheorie, Ethik und Logik) angesprochen und deren systematischer Zusammenhang untersucht. Bedeutende Probleme und Grundbegriffe des philosophischen Denkens werden anhand von Textauszügen wichtiger Werke von Platon bis Karl Jaspers besprochen.
Bewertungsgrundlage ist eine schriftliche Prüfung.
Empfohlene begleitende Literatur: Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie (Pieper Taschenbuch Bd. 13). Joseph M. Bochenski: Wege zum philosophischen Denken (Herder Taschenbuch)
Montag 11.45-13.15, Beginn: 22. Februar 2010, Campus Walferdange

:: Religionsgeschichte und religiöse Landschaft in Luxemburg
(Seminar in Religionswissenschaft/Université du Luxembourg, SS 2010)
Das Seminar vermittelt prinzipielle Ansätze und methodische Grundlagen der Disziplin Religionswissenschaft, indem von Studierenden wichtige Stationen der Religionsgeschichte Luxemburgs (z.B. Reformationszeit, Wirken der Jesuiten) sowie gegenwärtige Entwicklungen der religiösen Landschaft des Landes (z.B. Situation des Islam, Neue Religiöse Bewegungen) untersucht werden. Jeder Teilnehmer bearbeitet einen Aspekt des Themenspektrums, den er in einem Referat präsentiert und in einer Hausarbeit darstellt. Je nach Schwerpunkt der einzelnen Themen sind neben auf Literatur basierenden Arbeiten auch solche möglich, die sich auf eigene Erhebungen und Beobachtungen stützen (kleine Feldforschungsarbeiten).
Grundlage der Benotung sind Anwesenheit, Mitarbeit, Referat und die schriftliche
Beginn: 22. Februar 2010, Campus Walferdange

:: Hauptmotive des Philosophierens in ihrer historischen Entwicklung
Vorlesung m Rahmen des Moduls Systematische Theologie; Universität des Saarlandes

:: Antike Philosophie von den kleinasiatischen Anfängen bis in die römische Kaiserzeit (Seminar, Université du Luxembourg WS 2009/10)
Blockveranstaltung: Freitag 18.9.09, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag 19.9.09, 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 14 Uhr bis 16 Uhr 45, Freitag 18.12.09, 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Samstag 19.12.09, 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr und und 14 Uhr bis 16 Uhr 45
Dieser Kurs behandelt auf Basis klassischer Texte zentrale Fragestellungen und Entwicklungen der antiken Philosophie. In einer breiten Übersicht werden wichtige Philosophen, Motive und Termini vorgestellt, um diese in ausgewählten Lektüren charakteristischer Texte (in deutscher Übersetzung) zu vertiefen.
Jeder Teilnehmer hält während des abschließenden Blocks ein Referat, in dem die Entwicklung eines Problems der antiken Philosophie vom ersten bekannten Auftreten bis in die Spätantike verfolgt wird.
Lernziele: Grundlegende Kenntnisse der Philosophiegeschichte der europäischen Antike; Verständnis der zentralen Problemstellungen abendländischer Philosophie-Tradition; Fähigkeit zur Darstellung eines philosophischen Motivs in seiner Entwicklung; Beherrschen der wesentlichen Termini antiker Philosophie
Leistungsnachweise: Mitarbeit in der Diskussion der vorgestellten Texte; ein Referat von ca. 40 Minuten
Literatur: Christoph Horn und Christof Rapp (Hg): Wörterbuch der
antiken Philosophie. München 2002 (Beck Taschenbuch); Carl-Friedrich Geyer: Philosophie der Antike. (4. Aufl.) Darmstadt 1996

:: Introduction systématique à la philosophie (module commun – allemand)
(Vorlesung für Studierende der Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaften/Université du Luxembourg, SS 2009)
Diese Vorlesung behandelt die abendländische Tradition der Philosophie, ihr Selbstverständnis im Lauf der Geschichte und ihre Abgrenzung von anderen Wissenschaften. Es werden hierzu wesentliche Anliegen, Themen und Disziplinen (wie Metaphysik, Ontologie, Erkenntnistheorie, Ethik und Logik) angesprochen und deren systematischer Zusammenhang untersucht. Bedeutende Probleme und Grundbegriffe des philosophischen Denkens werden anhand von Textauszügen wichtiger Werke von Platon bis Karl Jaspers besprochen.
Bewertungsgrundlage ist eine schriftliche Prüfung.
Empfohlene begleitende Literatur:
Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie (Pieper Taschenbuch Bd. 13).
Joseph M. Bochenski: Wege zum philosophischen Denken (Herder Taschenbuch)
Montag 11.45-13.15, Beginn: 16. Februar 2009, Campus Walferdange

:: Einführung in die Philosophie der Antike
(Vorlesung und Seminar/Université du Luxembourg, SS 2009)
Dieser Kurs gibt anhand der Lektüre und Interpretation deutscher Übersetzungen von Texten einschlägiger Denker eine systematische Einführung in die Philosophie der Antike. Dabei werden wichtige Persönlichkeiten, Fragestellungen und Termini erörtert. Im Rahmen einer umfassenden Übersicht liegen die Schwerpunkte der Darstellung bei Platon und philosophischen Motiven der römischen Kaiserzeit. Um dem Kurs folgen zu können, wird von den Hörern eine vorbereitende Lektüre der behandelten Texte erwartet, die am Beginn der Veranstaltung mit den jeweiligen Terminen bekannt gegeben werden.
Empfohlenes Arbeitsbuch: Christoph Horn und Christof Rapp (Hg): Wörterbuch der
antiken Philosophie. München 2002 (Beck Taschenbuch)
Zum Einlesen in grundlegende Fragestellungen:
Martin Suhr: Platon. Frankfurt 2001 (Campus Taschenbuch)
Leistungsnachweis: schriftliche Prüfung.
Montag, 16.00-17.30, Beginn: 16. Februar 2009, Campus Walferdange

:: Der Islam in europäischer Wahrnehmung
(Seminar in Religionswissenschaft/Université du Luxembourg, SS 2009)
Das Seminar bietet zuerst eine systematische Einführung in die Ursprünge, wichtigsten Ansätze und methodischen Grundlagen der Disziplin „Religionswissenschaft“. Danach untersucht es die Darstellung des Islam in gegenwärtigen wissenschaftlichen und populären Publikationen. Eine zentrale Frage wird sein, ob und wie heute geschichtliche Entwicklungen des Islam berücksichtigt werden und welche Motive dabei eine Rolle spielen. In diesem Zusammenhang werden auch aktuelle Kontroversen über neuere Theorien zum Entstehen und zur Frühgeschichte des Islam behandelt.
Grundlagen der Benotung sind neben Anwesenheit und Mitarbeit eine schriftliche
Hausarbeit und ein Referat zum selben Thema.
Es besteht eine Beschränkung auf 20 Teilnehmer
Dienstag 8.12 bis 9.45, Beginn: 17. Februar 2008

:: Probleme europäischer Buddhismus-Rezeption im Werk des Lama Anagarika Govinda
(Hauptseminar/Universität des Saarlandes, SS 2009)
Der Deutsche Ernst Lothar Hoffmann (1898-1985), der seit 1928 in Ceylon, Indien, Birma und Tibet als buddhistischer Geistlicher wirkte, war unter dem Namen „Lama Anagarika Govinda“ ein weltweit beachteter Interpret buddhistischer Lehren. Seine literarischen Arbeiten trugen wesentlich zum Wecken des europäischen und amerikanischen Buddhismus-Interesses im 20. Jahrhundert bei. Die Frage, ob Govindas Werk asiatische Traditionen authentisch fortsetzt oder eher von europäischem Denken geprägte Verständnisweisen dokumentiert, wird in der wissenschaftlichen Literatur kontrovers diskutiert.
Das Seminar untersucht an charakteristischen Texten Govindas und buddhistischen Quellen spezifische Interpretationsweisen des Autors, um vor diesem Hintergrund nach grundlegenden Motiven des westlichen Interesses am Buddhismus und der Problematik einer Wiedergabe buddhistischer Terminologie in die deutsche Sprache zu fragen.  
Grundlage der Bewertung sind Teilnahme, Mitarbeit, ein Referat und eine Hausarbeit.

:: Systematische Einführung in die Philosophie
(Vorlesung/Université du Luxembourg, SS 2008)
Diese Vorlesung behandelt die abendländische Tradition der Philosophie, ihr Selbstverständnis im Lauf der Geschichte und ihre Abgrenzung von anderen Wissenschaften. Es werden hierzu wesentliche Anliegen, Themen und Disziplinen (wie Metaphysik, Ontologie, Erkenntnistheorie, Ethik und Logik) angesprochen und deren systematischer Zusammenhang untersucht. Bedeutende Probleme und Grundbegriffe des philosophischen Denkens werden anhand von Textauszügen wichtiger Werke von Platon bis Karl Jaspers besprochen.
Bewertungsgrundlage ist eine schriftliche Prüfung.
Empfohlene begleitende Literatur:
Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie (Pieper Taschenbuch Bd. 13).
Joseph M. Bochenski: Wege zum philosophischen Denken (Herder Taschenbuch)
Montag 11.45 Uhr bis 13.15 Uhr
Beginn: 18. Februar 2008, Campus Walferdange, B. 3, (Piaget)

:: Philosophie der Werte im Zeitalter der Globalisierung
(Seminar/Université du Luxembourg, SS 2008)
Lassen sich angesichts des Zusammenrückens der Kulturen der Welt und interkontinentaler Migrationsströme heute noch verbindliche Werte behaupten? Oder gibt es hier einen Pluralismus beziehungsweise grundlegende Differenzen, wie etwa die Vertreter der so genannten "asiatischen Werte" behaupten? Welche Kriterien kann es zum Bewerten von Werten überhaupt geben? - Das Seminar beschäftigt sich auf Basis von philosophischen Texten und aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit der gegenwärtigen Wertediskussion im interkulturellen Kontext und macht mit hier festzustellenden unterschiedlichen Perspektiven vertraut.
Es besteht eine Beschränkung auf 15 Teilnehmer.
Grundlage der Benotung: Mitarbeit und eine schriftliche Hausarbeit, deren wesentliche Motive im Seminar mündlich präsentiert und diskutiert werden.
Montag 16.00 Uhr bis 17.30
Beginn: 18. Februar 2008, Campus Walferdange, B. 6, (Raum 110)

:: Religionswissenschaft: Themen und Methoden
(Seminar/Université du Luxembourg, SS 2008)
Dienstag 8.15 Uhr bis 9.45 Uhr, Beginn: 19. Februar 2008, Campus Walferdange, B.6 (Raum 011)
Mögliche Themen für Referate/Hausarbeiten: - Das Gottesbild in Judentum, Christentum und Islam - Der Stellenwert der Ethik im Religionsvergleich - Die Frage der Gewalt in Buddhismus, Christentum und Islam - Das Verhältnis zu Staat und Gesellschaft im Religionsvergleich - Die Ehe im Religionsvergleich - Was ist Religion? (Definitionen und Modelle) - Aktuelle Diskussionen zum Thema Moscheebau - Buddhismus in Europa (spezifische Länder) - Islam in Europa (spezifische Länder) - Gegenwärtige Diskussionen über "Religion im öffentlichen Raum" - Der interreligiöse Dialog in den Medien

:: Der Buddhismus Tibets
(Seminar/Universität des Saarlandes, SS 2008)
Nach einer historischen Einführung zur Geschichte des Buddhismus in Tibet, beschäftigt sich das Seminar mit den vier heute bedeutendsten Richtungen des tibetischen Buddhismus: Nyingmapa, Sakyapa, Kagyüpa und Gelugpa. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt bei den religiösen und philosophischen Lehren sowie den herausragenden historischen Persönlichkeiten dieser Schulen.
Grundlage der Bewertung sind Teilnahme, Mitarbeit, ein Referat und eine Hausarbeit zu einem der unten angegebenen Themen.
Beginn: Dienstag 20. Mai 2008, Blocktermin (Teilnahme verpflichtend) 23. Juli 2008 9 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 17 Uhr, 24. Juli 9 Uhr bis 12 Uhr
Themen: - 1. Zur Vorgeschichte: Der Buddhismus in Indien - 2. Schulen des tibetischen Buddhismus I: Nyinmapa - 3. Schulen des tibetischen Buddhismus II: Sakyapa - 4. Schulen des tibetischen Buddhismus III: Kagyüpa - 5. Schulen des tibetischen Buddhismus IV: Gelugpa - 6. Die Reinkarnation von Lamas - 7. Der Anspruch der Geheimlehre (Einweihungen im tibetischen Buddhismus) - 8. Religion und Politik in Tibet - 9. Aktuelle Rezeption des tibetischen Buddhismus in Europa 

:: Religion als Thema europäischer Geschichtsschreibung. Motive und Methoden.
(Seminar/Université du Luxembourg, SS 2007)
Das Seminar geht an ausgewählten Beispielen der Frage nach, auf welche Weisen das Thema "Religion" in der europäischen Geschichtsschreibung behandelt wurde. Dabei kommen unterschiedliche Aspekte wie die Forderung nach Objektivität und die Legitimität von Kritik, das Widerspiegeln des so genannten Zeitgeistes sowie tendenzielle Darstellungen und implizite Interessen zur Sprache. Nach einer Betrachtung methodischer und geschichtsphilosophischer Ansätze werden religionshistorische Entwürfe (1.) zum Werden des Christentums, (2.) zum Islam und islamischen Ländern, (3.) zu Süd- und Ostasien analysiert. Schwerpunkte bilden dabei Geschichtswerke des 19. Jahrhunderts und der jüngeren Vergangenheit.
Grundlage der Benotung sind neben Anwesenheit und Mitarbeit vor allem ein Referat und eine schriftliche Hausarbeit.
Es besteht eine Beschränkung auf 20 Teilnehmer. Beginn: Dienstag, 27. Februar 2007
Mögliche Themen für Referate/Hausarbeiten: - "Religion und Religionsgeschichte", Begriffe und Definitionen - Hegels Sicht der Religionsgeschichte in einem interkulturellen Kontext - Hegel und Schopenhauers Bilder der Religionsgeschichte Indiens - Karl Marx und sein Einfluss auf die Religionsgeschichtsschreibung - Karl Friedrich Köppens Bild der Geschichte der Religionen Tibets - Hermann Oldenberg und die Frühgeschichte des Buddhismus - Der Einfluss von Kolonialismus auf das Bild der Religionsgeschichte Indiens - Der Einfluss christlicher Missionen auf das Bild der Religionsgeschichte Indiens - Friedrichs Nietzsche und die Religionsgeschichtsschreibung - Ludwig Feuerbach "Das Wesen des Christentums und die Religionsgeschichte" - Émile Durkheim: "Formes élémentaires de la vie religieuse" (1912) - Unterschiedliche Aspekte in Darstellungen zur Geschichte der Reformation - Max Webers "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" - Sigmund Freud und psychoanalytische Impulse auf die Betrachtung von Religionsgeschichte - Der "wissenschaftliche Atheismus" des Marxismus und sein Einfluss auf die Religionsgeschichtsschreibung im 20. Jahrhundert - Nationalsozialismus und Religionsgeschichtsschreibung - Die "École des Annales" und ihre Beiträge zur Religionsgeschichtsschreibung - Der Islam und seine Geschichte in populärwissenschaftlicher Literatur - Neuere Veröffentlichungen (nach dem 11. September 2001) zur Entstehung Frühgeschichte des Islam - Ein Vergleich ausgewählter Darstellungen zur Geschichte des Papsttums

:: Interkulturelles Philosophieren in Europa
(Seminar/Université du Luxembourg, SS 2007)
War in Europa lange strittig, ob es in China, Indien und anderen Regionen der Erde überhaupt "Philosophie" gibt, steht dies seit einigen Jahrzehnten immer weniger in Frage. Das Seminar geht dem Gewahrwerden philosophischer Traditionen anderer Kulturkreise und deren Einfluss auf das Denken in Europa in historischer Retrospektive nach. Es fragt sodann nach gegenwärtigen Konzepten von Interkulturalität in der Philosophie.
Grundlage der Benotung sind neben Anwesenheit und Mitarbeit vor allem ein Referat und eine schriftliche Hausarbeit.
Es besteht eine Beschränkung auf 15 Teilnehmer. Beginn: Montag, 26. Februar 2007
Mögliche Themen für Referate/Hausarbeiten: - Leibniz' Bild vom Denken in China (nach "Novissima Sinica") - Das Denken anderer Kulturen in Immanuels Kants "Physischer Geographie" - Hegel und die außereuropäische Welt - Schopenhauer und das indische Denken - Richard Wilhelm und die Wiederentdeckung des chinesischen Denkens in Deutschland - Karl Jaspers und das Modell der Achsenzeit - Der Marxismus und das Denken außereuropäischer Kulturen - Positionen und Argumente gegen interkulturelle Philosophie - Die China-Rezeption der europäischen Aufklärung - Europäische Debatten um die Philosophie in Afrika - Zur aktuellen Rezeption chinesischer Philosophie - Ernst Bloch und das außereuropäische Denken - Das Wahrnehmen außereuropäischer Traditionen bei Carl Friedrich von Weizsäcker - Hans Küngs Idee des Weltethos - Zeitgenössische Modelle interkulturellen Philosophierens

:: Das Problem des Eurozentrismus in der Kulturwissenschaft
(Seminar/Université du Luxembourg, SS 2007)
Ob Geschichtswissenschaft, Kunstwissenschaften, Anthropologie, Theologie oder andere Disziplinen, lange wurden inhaltliche und methodische Selbstverständlichkeiten des Abendlandes auch auf außereuropäische Kulturen angewandt, sobald Europa diese "entdeckte". Das Seminar untersucht diese Selbstverständlichkeiten sowie deren Voraussetzungen und fragt nach der Stellung des Eurozentrismus in Geschichte und Gegenwart. Grundlage der Benotung sind neben Anwesenheit und Mitarbeit vor allem ein Referat und eine schriftliche Hausarbeit. Es besteht eine Beschränkung auf 15 Teilnehmer.
Beginn: Montag, 26. Februar 2007
Mögliche Themen für Referate/Hausarbeiten: - Indien in der Wahrnehmung der britischen Kolonialisten - Samuel P. Huntingtons These vom "Clash" der Kulturen - Eurozentrismus-Kritik und "asiatische Werte" (Shintaro Ishihara, Mohamad Mahathir u.a.) - Edward W. Said und die Kritik am "Orientalismus" - Die europäische Rezeption indianischer Kulturen Südamerikas - Christliche Missionen und europäisches Kulturbewusstsein - Das Problem des wissenschaftlichen Eurozentrismus im Kontext der Globalisierung - Europäische Traumwelten: Entdeckungsgeschichte und Projektionen - Anlass und Motive zum Entstehen der europäischen Indologie - Anlass und Motive zum Entstehen der europäischen Sinologie - Anlass und Motive zum Entstehen der europäischen Ethnologie - Eurozentrismus und aktuelle Theologie ("Fides et Ratio", Theologie der Religionen) - Europäische Rassismen in der Wissenschaft? - Funktion und Einfluss von Forschungs- und Entdeckungsreisen - Kulturtheorien und das Problem des Eurozentrismus

:: Religiöse Minderheiten im heutigen Indien am Beispiel der Jainas, Buddhisten und Thomas-Christen (Seminar/Universität des Saarlandes/SS 2007)
Das mehrheitlich hinduistische und islamische Indien kennt eine ganze Reihe von Minderheiten wie Parsen, Sikhs, Jainas, Buddhisten, Juden und Christen, denen jeweils regional oder in gesellschaftlichen Nischen eine wichtige Rolle zukommt. Nach grundlegenden Untersuchungen zur religiösen Landschaft Indiens und der Bedeutung der Minderheiten widmet sich das Seminar besonders die Stellung der Jainas, der Buddhisten (tibetische Minderheiten und Neukonvertiten der Ambedkar-Bewegung) und der alten christlichen Gemeinschaften in Südindien (Kerala).

:: Historische und systematische Einführung in die Philosophie (Vorlesung SS 2006)
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Religionswissenschaft: Christentum und Heidentum von Konstantin dem Grossen bis Julian Apostata (Vorlesung WS 2005/06)
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Konfuzianismus in China und Japan (Seminar, Universität des Saarlandes SS 2005)
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Xenophon von Athen und seine Zeit (Vorlesung SS 2002 und SS 2005)
::
Philosophische Anthropologie (Vorlesung WS 2004/05)
::
Der japanische Buddhismus (Seminar, Universität des Saarlandes WS 2004/05)
::
Religion und Religionspolitik im Römischen Reich von Diokletian bis Julian Apostata (Seminar SS 2004)
::
Gibt es eigentlich Philosophie? (Seminar 2003/04)
::
Sokrates und die Kultur Athens (Vorlesung SS 2003)
::
Tod und Nachtod in den Religionen und der Philosophie von Platon bis Ernst Bloch (Vorlesung WS 2002/03)
::
Philosophie générale: Was ist Mensch? (Vorlesung WS 2001/02)
::
Die religionsgeschichtliche Situation der Spätantike (Seminar SS 2001)
::
Philosophie générale (Vorlesung WS 2001/01)
::
Les Droits de l'Homme dans les religions et philosophies asiatique (Vorlesung SS 2000)
:: Zur Kultur- und Geistesgeschichte Griechenlands bis zum Tod Alexanders des Grossen (Vorlesung SS 2000)

 

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"Hier wird nach der Materie und dem Leben gefragt, nach sozialen Prozessen, nach dem Dasein an sich. Auch wenn Astrophysiker auf ihrer Suche nach dem Ursprung und Ende des Universums letztlich mehr Fragen aufwerfen als beantworten und Theologen den wissenschaftlichen Beweis der Existenz oder Nichtexistenz Gottes schuldig bleiben, im menschlichen Erkenntnisstreben ist der Weg das Ziel. Darum ist ein wesentlicher Aspekt des Selbstverständnisses einer Universität ihre Zweckfreiheit. Es geht nur um das eine: ‚Die Universität macht die Wahrheit zum Beruf.' (Jacques Derrida)
Die Forderung der Zweckfreiheit darf nicht dahingehend missdeutet werden, dass ein praktisches Nutzen der Erkenntnisse ausgeschlossen wäre, dass Forschen nicht von praktischen Problemstellungen ausgehen soll oder Lehre nichts mit Berufsausbildung zu tun habe. Das Gegenteil ist in der Praxis der Fall. Doch leiten direkte Zielvorgaben das Erkennenwollen, steht nicht mehr die Suche nach Wahrheit im Zentrum, sondern das vorgegebene Plansoll. Vor allem durch ihr Streben nachwissenschaftlicher Wahrheit gehen die gewünschten Impulse der Universität auf Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft aus. Es klingt paradox, doch nur in ihrer Zweckfreiheit erfüllt sie ihren grundlegenden Zweck.
Mit der Zweckfreiheit des Forschens und Erkennens ist ein grundlegendes Element europäischer Wissenschaftstradition seit ihren Ursprüngen berührt. Schon Sokrates suchte durch sein Fragen um der Wahrheit willen nach Erkenntnis und kritisierte ein Wissen, dem es ausschließlich um Nutzanwendung und Kommerzialisierung geht. Die Universität des Mittelalters blieb diesem Prinzip verpflichtet."
Volker Zotz: "Université de Luxembourg. Wohin geht die Reise?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 215 (2002), S. 4.

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