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: beiträge in zeitschriften & sammelbänden


:: „Sich nicht im Wege stehen!“ INSight. Das Best Practice Magazin. Ausgabe 2/2009, S. 14-16.

„Überlege ich, was mich hindert, das zu tun, was ich will, fällt mir wahrscheinlich vieles ein: Die Ressourcen sind beschränkt, die Zeit ist knapp, an Störungen herrscht kein Mangel, und der Feind schläft nie. Was ich meist vergesse: Häufig bin ich mir selbst das größte Hindernis. ...“


:: „Dialog der Religionen.“ Erwuessebildung (Centre Chrétien d'Éducation des Adultes, Luxembourg) 3/2009, S. 3-4.

„Darf man die Globalisierung allein dem materiellen Profitstreben und der Konsumlust überlassen? Wie in der Gegenwart zuvor getrennte ökonomische Räume einander näher rücken und dabei verändern, sollte es auch mit den geistigen Sphären geschehen. ...“


:: „Löslicher Fisch.“ forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 281, November 2008, S. 40-43.

„Als er 1944 wegen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Berlin Tegel im Gefängnis saß, dachte der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) über ein „religionsloses Christentum“ nach. Dies mag absurd klingen, wenn man lernte, dass das Christentum mit Islam, Buddhismus und Daoismus zu den „Weltreligionen“ gehört. Zählt das Christentum zu den Religionen, ist die Rede von „religionslosem Christentum“ dann nicht ebenso widersinnig wie der „wasserlösliche Fisch“, poisson soluble, des surrealistischen Dichters André Breton? ...“


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„Hans Wolfgang Schumann zum 80. Geburtstag.“ Buddhismus aktuell, Ausgabe 2/2008 (ISSN 0949-1104), S. 70-71.

„...Schumanns Beziehung zum Buddhismus beschränkte sich nicht auf das Quellenstudium. Während seiner Jahre in Asien lernte er bedeutende Meister kennen, darunter Mahasi Sayadaw und Sayagyi U Ba Khin, Nyanaponika und Lama Anagarika Govinda. Von solchen Begegnungen weiß der großartige Erzähler lebendig zu berichten. Als sie Nyanaponika 1962 erstmals in Kandy besuchten, rutschten Schumann und seine Frau mit dem Motorrad auf dem schlammigen Waldweg aus und kamen voller Blutegel zur Einsiedelei des Bhikkhu. ...“


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„Einführung“ [mit Friederike Migneco]. Valentin Tomberg: Der wandernde Narr. Die Liebe und ihre Symbole. Eine christliche Tarot-Meditation. Luxemburg: Kairos Edition 2007 (ISBN 978-2-9599829-5-8, S. 21-29.

"...Wohin der Weg auch führt, ob ins Dickicht oder weiter die Straße entlang, Valentin Tomberg will durch die hier vorliegenden Kontemplationen kein spektakuläres Ziel erlangen. Denn 'man kann nichts erreichen - nirgendwo ankommen, man kann nur werden: gereinigt werden durch das Feuer, wachsen und reifen.' Über den Narren auf dem Weg heißt es entsprechend: 'Der Verrückte ist der dem Himmel Gehorsame; denn alles ist Magie: Wer Gartenpflege betreibt, kann ein magisches Werk von größerer Bedeutung tun als derjenige, der die sieben Planetengeister beschwört. Es kann also genügen zu gehen, damit der Himmel aktiv gegenwärtig sei'.
Um zu sehen, dass es genügt, wenn man einfach geht, weil man das Überwirkliche nur im jeweils Wirklichen findet, bedarf es des langen Weges, der auch dann innerlich verwandelt, wenn er äußerlich zum Ausgangspunkt zurückführt: Man tut, was man tut, und ist, was man ist - oder nach der bekannten Formel von Joseph Beuys: 'Das Mysterium findet auf dem Hauptbahnhof statt.'"


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"Jahr der Freundschaft. Indien und China eine Partnerschaft der Ungleichen." Südasien. Zeitschrift des Südasienbüro (ISSN 0933-5196) 26.2006, Nr. 2-3, S. 105-106.

"... Schon unter demographischem Aspekt werden sich also die beiden Völker, die nun ihre Freundschaft entdecken sollen, äußerst unterschiedlich entwickeln. Schwerer dürfte aber der Unterschied in der politischen Kultur wiegen, wofür gleichfalls der wieder eröffnete Nathu-la-Pass symbolisch stehen mag. Er verbindet mit Sikkim und Tibet zwei Territorien, die ursprünglich nicht klar zum indischen und chinesischen Staatsverband gehörten. Durften die Bewohner Sikkims 1975 über den Beitritt des einst unabhängigen Königreichs zur Indischen Union abstimmen, steht eine entsprechende Befragung der Tibeter über ihre Zugehörigkeit zur chinesischen Volksrepublik noch aus."


:: "‚Small is Beautiful' - Volker Zotz zu Friedrich Schumachers ‚Buddhistischer Ökonomie'." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X) Nr. 53 (2005), S. 46-48.

" … Dass in Malaysia und China genähte Kleider erheblich billiger sind als solche aus Europa, werden ironischerweise gerade jene besonders zu schätzen wissen, die durch Verlagerung der Produktion in jene Länder als Langzeitarbeitslose mit geringen Sozialhilfen auskommen müssen. Dabei sollte es heute schon jenen mulmig werden, welche die Idee des ungehinderten globalen Handels am lautstärksten vertraten. Die USA mussten zusehen, wie die Importe aus China in den vergangenen 15 Jahren um 1200 Prozent wuchsen. Weil Amerika dem keine adäquaten Exporte ins Reich der Mitte entgegenzusetzen hat, liegen derzeit fast 700 Milliarden Dollar, in der Zentralbank in Peking. Damit hält die Führung der Kommunistischen Partei Chinas letztlich das Schicksal des Dollarkurses in Händen, während sich die USA noch militärisch überlegen dünken. Wenn keiner mehr ganz über sich selbst bestimmen kann, ist zwar alle Macht relativiert. Doch auf der anderen Seite nehmen die Unwägbarkeiten zu, wenn in Peking über die Kaufkraft des Geldes entschieden werden könnte, mit dem ein Bauer im amerikanischen Maryland sein Saatgut kauft. …"


:: "à propos: Passion." Erwuessebildung (Centre Chrétien d'Éducation des Adultes, Luxembourg) 3/2005, S. 3-4.

" … Sprechen wir statt in der aktiven Form im Passiv, also in der ‚Leideform', erleben wir eine aufschlussreiche Akzentverschiebung. ‚Ich liebe Dich' scheint inhaltlich ganz dasselbe zu bedeuten wie ‚Du wirst von mir geliebt': Ich bin der Liebende und ein anderer ist der Geliebte. Doch obwohl Gleiches ausgesagt wird, sind die Aussagen nicht identisch. Im aktiven Satz steht ‚Ich' am Anfang; es geht um mein Tun. Im Passiv hingegen rückt das Du, dem etwas geschieht, an den Beginn. Mein "Ich" spielt eine Nebenrolle vor den Bedürfnissen des anderen. ‚Ich decke den Tisch' legt den Schwerpunkt auf mich als den Täter. ‚Der Tisch wird von mir gedeckt' belässt diesen und die Erfordernisse des kommenden Mahls im Mittelpunkt. Der passive Satz verwandelt mich vom souveränen Täter zum Diener anderer, vom Besitzer zum Hüter der Dinge. …"


:: "Der unbequeme Norbert Jacques." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 242, Dezember 2004, S.45-47.

" … Jacques bekannteste Romanfigur des Dr. Mabuse ist in der Sekundärliteratur als warnende Vorahnung auf Hitler und die nationalsozialistischen Vebrechen interpretiert worden. Offenbar traf Jacques irrsinniger und machtbesessener Mabuse bei den Nazis tatsächlich einen Nerv. Als Joseph Goebbels 1933 Fritz Langs Film Das Testament des Dr. Mabuse sah, soll er gesagt haben: ‚Ich werde ihn deshalb verbieten, weil er beweist, dass eine bis zum Äußersten entschlossene Gruppe von Männern, wenn sie nur ernstlich will, durchaus dazu im Stande ist, jeden Staat aus den Angeln zu heben.' In dem Satz schwingt eine interessante Ambivalenz. Brachte Goebbels darin Angst vor Widerstand zum Ausdruck, oder fühlte er sich und seine Parteigenossen entlarvt? Es verwundert jedenfalls nicht, dass Norbert Jacques während der Zeit des tausenjährigen Reiches zwar noch manches Drehbuch schrieb, für das er Aufträge hatte, aber nichts mehr davon verfilmt wurde. …"


:: "Der Fall Buttiglione. Politik und Gesinnung." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322) Nr. 241, November 2004, S. 15-20 [mit Friederike Migneco].

" … Nach einem allfälligen türkischen EU-Beitritt, dürfte der "Ausschuss für bürgerliche Freiheiten", wenn er weiterhin die religiösen Überzeugungen von Kandidaten durchleuchten will, noch mit viel schwierigeren Fragen konfrontiert werden. Der Koran schreibt für bestimmte Vergehen - ganz im Gegensatz zur diesbezüglichen Linie in der EU - die Todesstrafe als Gottes Gebot vor. Für einen gläubigen Muslim kann es über das offenbarte Prinzip keine Diskussion geben, auch wenn er sich als demokratischer Politiker selbstverständlich den Mehrheiten beugen wird. Scheiden also auch alle korangläubigen Muslime als EU-Kommissare aus?
Als Konsequenz aus der jüngsten Position des "Ausschusses für bürgerliche Freiheiten" böte sich an, dass man von vornherein gläubige Katholiken und Muslims von der aktiven Verantwortung in politischen Ämtern ausschließt, wenn sie sich nicht öffentlich vom Katechismus der katholischen Kirche, bestimmten biblischen Lehren respektive dem Koran distanzieren. Dies wäre nicht das erste Beispiel der Beseitigung der Demokratie durch ihre eigenen Institutionen. … "


:: "Vorwort." Takamaro Shigaraki: Sogar der Gute wird erlöst, um wieviel mehr der Böse. Der Weg des buddhistischen Meisters Shinran. Luxembourg: Kairos Edition 2004 (ISBN 2-9699829-2-4), S. 9-20.

" … Eine Religiosität, die sich von Ethik, Übungen und damit implizit von jenen Institutionen löst, die solche tradieren und lehren, war aus der Perspektive der Herrschenden im Keim subversiv. Tatsächlich erwiesen sich Lehren Hônens und Shinrans anziehend für Gesetzlose und Kriminelle, was den Argwohn der Staatsmacht hervorrief. Darüber hinaus fühlten sich die staatstragenden buddhistischen Tempel angegriffen, deren Praktiken und ethische Vorschriften nun überflüssig schienen. So wundert es nicht, dass Hônen wie Shinran angeklagt und zeitweilig verbannt wurden. …"


:: "Die Mutter der Ökumene. Maria und die Religionen der Welt." Volker Zotz, Friederike Migneco (Hg): Totus tuus. Marianisches Lesebuch zur Luxemburger Muttergottes-Oktave. Luxembourg: Kairos Edition, 2004 (ISBN 2-9599829-9-1), S. 85-98.

"… Auch zu den nicht monotheistischen Religionen kann Maria ökumenische Perspektiven eröffnen, wofür das, was sich in der europäischen Spätantike ereignete, ein mögliches Vorbild abgibt. Wie die im 16. Jahrhundert an einem aztekischen Kultort der Schlangen- und Muttergöttin Tontanzin beginnende Verehrung ‚Unserer Lieben Frau von Guadalupe' in Mexiko zeigt, war ein entsprechendes Anknüpfen an vorchristlichen Traditionen auch in der Neuzeit möglich. In Mexiko nahm Maria den Beinamen ‚Schlangenzertreterin' (Coatlaxopeuh) an, was sie als Überwinderin der blutigen aztekischen Kulte auszeichnet, dem Weiblichen in der lokalen Religiosität eine neue, nämmlich menschliche Bedeutung verleiht und dabei mit der Anspielung auf das Zertreten der Schlange (Genesis 3, 14 -15) in der biblischen Tradition verwurzelt bleibt.
Maria bietet zudem Potentiale für die Begegnung mit den bedeutenden Religionen Asiens, wobei es hier nicht um missionsstrategische Erwägungen gehen muss, sondern gerade der verstehende Dialog der Unterscheidung des Christlichen dienen mag. Ein lohnender Gesprächspartner wäre der Mahâyâna-Buddhismus, der weibliche Gestalten als Personifizierungen der Weisheit und des Mitleids verehrt. …"


:: "Einführung." Volker Zotz, Friederike Migneco (Hg): Totus tuus. Marianisches Lesebuch zur Luxemburger Muttergottes-Oktave. Luxembourg: Kairos Edition, 2004 (ISBN 2-9599829-9-1), S. 11-13.

"… Dass in Maria die mindere Magd als königliche Herrscherin erscheint, ist charakteristisch für diese Gestalt, die in vielerlei Weise Gegensätze in sich vereinigt: Sie wurde als menschliche Frau zur Mutter Gottes; sie ist Jungfrau und Mutter zugleich; im physischen Leib wurde sie in den Himmel aufgenommen. Solches Zusammenfallen dessen, was normalerweise als Widerspruch erscheint, öffnet gerade dadurch, dass es über das in der gegebenen Welt Getrennte hinaus zielt, dem Glauben und der Hoffnung weite Ausblicke. In Maria verkörpert sich derart auch die Sehnsucht nach dem Überwinden irdischen Mangels und Leids, danach, in einer auf vielerlei Weise verunreinigten Welt im tiefsten Sinne rein zu bleiben, nach einer Dimension, die über den leiblichen Tod hinaus weist. …"


:: "Vorwort der Herausgeber." Volker Zotz, Friederike Migneco (Hg): Totus tuus. Marianisches Lesebuch zur Luxemburger Muttergottes-Oktave. Luxembourg: Kairos Edition, 2004, (ISBN 2-9599829-9-1), S. 9-10 [mit Friederike Migneco].

"… Davon, wie die Luxemburger Wallfahrt und ihr Ziel viele Generationen zutiefst ansprach, zeugen zahlreiche anrührende historische Gebete und Lieder. Ein typischer Satz, ‚Däin Numm as mir gegruewen an d'Häerz bis an de Kär,' - ‚Dein Name ist mir ins Herz gegraben bis zum Kern,' stammt aus einer Hymne des 1902 verstorbenen Karl Müllendorff an die Trösterin der Betrübten. Eindrucksvoll dokumentieren diese Worte die Hingabe als wesentlichen Aspekt der Marienfrömmigkeit.
In den vergangenen Jahrzehnten war für die Weltkirche das Wirken von Johannes Paul II. ein gewaltiges Zeugnis solcher Hingabe, die der Papst in die zwei Worte seines Wahlspruchs fasste ‚Totus Tuus', ‚Ganz Dein', die als Titel dieses Buchs gewählt wurden.
Zugrunde liegt diesem ein Zitat des hl. Bonaventura, das der junge Karol Wojtyla zuerst bei dem von ihm verehrten Mariologen Louis-Marie Grignion de Montfort (1673-1716) las: ‚Totus Tuus ego sum et omnia mea Tua sunt. Accipio Te in mea omnia. Proebe mihi cor Tuum, Maria' - ‚Ich bin ganz Dein und alles, was mein ist, ist Dein. Ich nehme Dich auf in allem, was mein ist. Schenke mir Dein Herz, Maria. …"


:: "Die Gretchenfrage oder sollen Religionen glücklich machen?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 233, Februar 2004, S. 40-44.

"… Marx wäre mit seiner Ablehnung der Religion kaum zu widersprechen, würde diese tatsächlich nur vertrösten, indem sie alles Schöne und Gute auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt oder ins Jenseits verlagert. Doch obwohl es für den, der sich nicht auf sie einlässt, ganz anders aussehen mag, die Freuden des Himmels, das höchste Glück des Reinen Landes oder des Nirwana stehen gar nicht im Zentrum der Religion, der es vor allem um das Leben vor dem Tod geht. Wer die religiöse Haltung als eine des Abwartens auf zukünftige Freuden deutet, steht erst vor der äußersten Pforte des Tempels. Dies gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für ganze religiöse Gemeinschaften und Systeme, die ein reines Abwarten lehren. …"


:: "Am Ursprung ansetzen." [zum 75. Geburtstag von Hans Wolfgang Schumann] Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X), Nr. 46 (2003), S. 58-59.

"… Wer die Freude persönlicher Treffen mit Schumann hatte, kennt den auch im Gespräch begnadeten Erzähler, der (nicht nur) aus zwanzig Jahren in Asien berichten kann: Erschütterndes, etwa über europäische Drogentote in Indien; zeitgeschichtlich Interessantes, zum Beispiel Probleme des westlichen Diplomaten, als Sri Lanka der DDR politisch näher rückte; Berührendes wie ein Besuch bei Anagarika Govinda. Am Tor des von Suchenden bedrängten deutschen Lamas taten mehrsprachige Tafeln kund, man möge ihn verschonen. Schumann, eigens zum Fuße des Himalaya gereist, drang zögernd ein, wodurch ein tiefer geistiger Austausch begann. …"


:: "Kulturelle Unterschiede im Zeitalter der Globalisierung." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 232, Dezember 2003, S. 33-38.

"… Seit dem 19. Jahrhundert fanden als Vorboten der Globalisierung viele Elemente europäischer Zivilisation ihren Weg in andere Erdteile: Kleidung, Sprachen, Rechts- und Umgangsformen europäischen Ursprungs setzten sich global durch. So wird dem Europäer oder Amerikaner der Besuch anderer Kontinente leicht. Ob in Delhi, Osaka, oder Nairobi, man konferiert in der "Weltsprache" Englisch. Hotelzimmer sehen aus wie in Frankfurt oder London. Arabische, japanische oder afrikanische Gesprächspartner tragen in der Regel Krawatten zu Anzügen im vertrauten Schnitt. Der weltweit heimische Rahmen wiegt viele in der Sicherheit, das in Europa und Nordamerika Gewachsene wäre allgemein gültig. Leicht nimmt man an, wer einem im gleichen Anzug gegenübersitzt und derselben Sprache mächtig ist, denke, fühle und handle auch nach denselben Prinzipien wie man selbst.
Aber die weltweite Uniformität verdeckt echte Unterschiede. Die Erde wurde zum Potjemkin'schen Europa. Wie Potjemkin im 18. Jahrhundert die Wirklichkeit russischer Dörfer hinter Scheinfassaden verbarg, verschwindet heute für viele die Realität anderer Kulturen hinter der mit vertrauten Bildern bemalten Wand. Wer nur Gewohntes wahrnimmt, fühlt sich sicher. …"


:: "Kreuz und Kopftuch. Gedanken zur Religionsfreiheit in Schule und öffentlichem Raum." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 232, Dezember 2003, S. 4-7.

"... Eine staatliche Schule, in der die Muslimin ihr Tuch, der Jude seine Kopfbedeckung, die Christin ihre Kette mit dem Kreuz und der Linke sein T-Shirt mit Che an der Garderobe abgeben müssten, würde zum sterilen Ghetto, fern von der Gesellschaft, ihren Realitäten und Diskursen. Ist nicht statt der Schule als gesinnungsfreiem Raum gerade eine solche wünschenswert, in der die Vielfalt der Überzeugungen lebendig ist?
Eine Klasse, in der junge Menschen und deren Lehrer ihre Bekenntnisse nicht verstecken müssen, kann zum Spiegel der heutigen pluralistischen Gesellschaft werden. Die eine mag ein Kopftuch tragen, der andere ein Kreuz und beim nächsten prangt ein Popsänger als Idol auf der Brust. Eine solche Schule ermöglicht das Gespräch darüber, warum dem einen dieses und dem anderen jenes wichtig ist. Man lernt nur mit Unterschieden zu leben, wenn man sie annimmt und zu begreifen versucht, nicht durch ihre Unterdrückung in einer künstlichen Sphäre realitätsferner Weltlichkeit. ..."


:: "Geleitwort." Peter Riedl: Auf ins Nirvana! Gespräche über Buddhismus. Wien: Ibera Verlag 2003 (ISBN 3-85052-166-4), S. 7-11.

"… Besonders wenn der Buddhismus in ein neues kulturelles und sprachliches Umfeld gelangte, kam es derart zu neuen Formulierungen seiner Theorie und Praxis, entstanden auf die Bedingungen des Ortes reagierende Schulen der Interpretation. Dies führte zu den vielfältigen Erscheinungen, in denen der Buddhismus heute in Südostasien, China, Tibet und Japan auftritt. Auch in Europa, wo sich seit etwa 150 Jahren einzelne dem Buddhismus als Weg zuwandten, gab es manchen Versuch, ihn für Abendländer zu aktualisieren. Das birgt zweifellos auch Gefahren. Grundlegende Anliegen des Buddhismus können verloren gehen, blickt man mehr auf empfundene Mängel in Europa, die man durch den Buddhismus ausgleichen will, als auf dessen eigene Aussagen. Dennoch ist die Neuinterpretation notwendig: Eine rein bewahrte Lehre, die sich an anderem Ort Zu späterer Zeit nicht verständlich oder fruchtbar machen ließe, wäre für die Praxis wertlos. …"


:: "Goldener Boden?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 230, Oktober 2003, S. 15-16.

"… Dabei galten sie einst als Glanz dieses Kontinents: Die Handwerker waren wesentliche Träger der abendländischen Kultur und Wirtschaft. Lange bevor der Handel aufblühen konnte, wurde in Familien und Zünften das Wissen und Können weitergegeben, wie man aus der Haut geschlachteter Tiere Leder macht und aus Leder Schuhe, wie Hefe und Mehl oder gefüllte Tierdärme nicht nur den Hunger stillen, sondern sich in Gaumenfreuden verwandeln, wie aus dem gefällten Baum ein Generationen dienender Kleiderschrank wird. Meisterschaft in einer solchen Fertigkeit galt lange Zeit als die höchste weltliche Errungenschaft. Wenn es in Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg der adlige Herr von Stolzing gar nicht leicht hat, in den Kreis der selbstbewussten Handwerksmeister aufgenommen zu werden und menschlich wie sozial aufsteigt, indem er eine Handwerkertochter heiraten darf, ist dies mehr als eine romantische Überzeichnung. Wer hätte es mit einem Meister aufnehmen können? Dieser war Künstler in seinem Fach, Pädagoge als Ausbilder von Lehrlingen, Arbeitgeber für seine Gesellen, Geschäftsmann im Verkehr mit seinen Kunden, politische Persönlichkeit als Mann seiner Zunft. All dies war er nicht durch Geburtsrecht, sondern durch harte Lehr- und Gesellenjahre, die ihn vielleicht durch halb Europa führten. Und er blieb es nur in der Bewährung, indem er täglich die Kundschaft mit den Früchten seiner Arbeit und Gesellen wie Lehrlinge durch seine Führung neu überzeugte. …"


:: "Machen Religionen glücklich?" Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X), Nr. 45 (2003), S. 36-38.

"… Ob all die Bäume mit Brüsten, die von Bodhisattvas bevölkerten Reinen Länder, das strahlende Himmlische Jersualem und die Gärten des Koran heute noch als Bilder für den religiösen Weg taugen, drängt sich als Frage vor allem dem auf, der sich nicht mit dem tiefen Ernst dieser Visionen auseinandersetzte. Wir haben gar keine andere Möglichkeit, als uns Freiheit, Glück und Erlösung in konkreten Bildern vorzustellen. Selbstverständlich kann man sich ihrer auch zur Autosuggestion bedienen, um sich in einen erlösten Zustand hineinzuträumen. Wer jedoch den religiösen Weg geht, wird nicht ständig anschauliche Bilder vor Augen haben. Er wird sie in der Praxis vergessen, wie er das Streben nach Glück vergisst. Doch er wird sich das Glück gefallen lassen, wenn es sich einstellt. …"


:: "Mensch und Tier. Eine unvernünftig vernünftige Beziehung." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 228, Juli 2003, S. 19-20.

"… Überhaupt ist das Verhältnis des vernunftbegabten Menschen zum unvernünftigen Tier im hohen Maße widersprüchlich. Der Mensch liebt Tiere, holt sich Hamster, Schildkröten und Goldfische als Objekte der Zuneigung ins Haus, und er schlachtet Tiere: Schon das kleine Kind muss verinnerlichen, dass die lieben Hasen, Enten, Rehe, Schafe und Kühe, zu denen es durch Bilderbücher und Beobachtungen ein positives emotionales Verhältnis aufbaut~ im Kochtopf und in der Bratpfanne enden, wo man den bösen Wolf allerdings nicht findet. Der Jäger betrachtet dessen Nachfahren, seinen treue Hund, als Freund und erlegt doch Hirsch und Eber. Dass dem Menschen Tier nicht gleich Tier ist, gilt also keinesfalls nur im Hinblick auf Wesen, die so weit voneinander entfernt sind wie Katze und Küchenschabe, sondern gerade für Säugetiere, die uns alle aus Augen ansehen, die sich nicht wesentlich von unseren unterscheiden. …"


:: "Universität Luxemburg" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 227, Juni 2003, S. 18-20 [mit Michel Pauly].

"Luxemburg tut sich nicht leicht mit dem Gründen einer Universität. Nachdem schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert derartige Vorhaben scheiterten, tauchte in den achtziger Jahren die Idee wieder auf. Im Parlament gab es 1987 einen Sonderausschuss 'enseignement supérieur', der allerdings über theoretische Diskussionen nicht hinauskam. Anfang der neunziger Jahre schien es endlich ernst zu werden. Eine parlamentarische Sonderkommission sollte eine Orientierungsdebatte in der Abgeordnetenkammer zur Schaffung einer Universität Luxemburg vorbereiten. 'Quelle université pour le Luxembourg?' fragte forum in einem Dossier im Dezember 1992, das den Stand der Dinge beleuchtete. Doch wiederum: außer Spesen nichts gewesen. Als sich Premierminister Jean-Claude Juncker bei einer forum-Veranstaltung im Juni 2000 deutlich gegen eine Volluniversität aussprach, schien die Idee bis auf weiteres gestorben. Um so erstaunlicher war dann, dass die Regierung nur knapp zwei Jahre später das ehrgeizige Projekt einer Universität ankündigte. …"


:: "'Gott' in der EU-Verfassung?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 227, Juni 2003, S. 14-17.

"... Der vorliegende europäische Verfassungsentwurf des Konventspräsidiums spricht vage vom 'spirituellen, religiösen und humanistischen Erbe' Europas, seiner 'hellenistischen und römischen Zivilisation' und den 'philosophischen Strömungen der Aufklärung.' Schon kamen Proteste der katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche. Warum die Dinge nicht beim Namen nennen?
Sollte sich denn keine Formel finden lassen, die das griechische, römische und jüdische Erbe, das Christentum in seiner orthodoxen, katholischen und reformierten Gestalt, die philosophische Tradition, die Aufklärung, die Arbeiterbewegung, den Nihilismus und all das andere berücksichtigt, was sonst noch wesentlich zum Werden Europas beitrug? Eine Formel, die zeigt, dass Europa von Menschen gestaltet wurde, die Fragen nach dem Sinn stellten, die Visionen und Utopien hatten und verwarfen, denen die Frage nach dem Woher, dem Wohin und der Wahrheit wichtig war? Dass dieses Europa auch irrte und fehlte, etwa im Kolonialismus, Faschismus, Stalinismus? Eine Formel in der wir uns mit unseren Wegen und Irrwegen finden, unseren Unterschieden und Gemeinsamkeiten?
Eine solche Präambel, die prägnant das europäische Erbe zeigte, mit berechtigtem Selbstbewusstsein und gebotener Selbstkritik, ist freilich keine Aufgabe für Politiker. Diejenigen, die sich mit Quellensteuer, Milchquoten, Sozialversicherungspleiten und der Bekämpfung der akuten Arbeitslosigkeit befassen, sind bei allem Respekt, den wir ihnen schulden, dafür denkbar ungeeignet. Sie sollten sich auf die praktischen Aspekte der Verfassung und das Funktionieren der Union konzentrieren, doch die Fragen nach dem historischen, religiösen und philosophischen Erbe, nach den Werten und Gott an einen Konvent aus 105 führenden Philosophen, Historikern, Theologen und Dichtern Europas delegieren. Ein solcher Akt der Bescheidenheit der Politik wäre schon in sich bedeutsam als ein Zeichen, was das alte, neue Europa sein könnte. Vielleicht brauchte dieser Konvent ein Jahr, vielleicht fünf, um eine zehnseitige Präambel zu verfassen. Aber was dabei herauskäme, hätte Chancen noch zu stehen, wenn die Struktur der Union schon Hunderte Male modifiziert wurde."


:: "Erleuchtung gefällig? Konsum als Religion." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X), Nr. 44 (2003), S. 59.

"Woran merkt man, dass Buddhismus in Europa wahrhaft Fuß fasste? Zweifellos daran, dass er in die einflussreichste Sphäre der Kultur drang, - die kommerzielle Werbung. Hier schlägt die Stunde der Wahrheit, hält sich nichts, was unwirksam bleibt, geht es doch um das, was heute absolut herrscht: Konsum und Profit am Konsum. Die neuen Buddhas des Kapitalismus erscheinen in unterschiedlichsten Gestalten auf Reklamewänden oder in Zeitschriften, und ihre Botschaften sind ebenso viel- wie einfältig. Drei Beispiele:
'Glauben Sie an Wiedergeburt?' möchte der Buddha aus Karton wissen, in den man Apfelsinensaft füllt. Nach seiner Lehre hat die Wiedergeburt des Getränkekartons 'weniger mit Glauben zu tun, als vielmehr mit der Tatsache' der Wiederverwertung. Sollten mich Zweifel über das Leben nach dem Tod beschleichen, trinke ich meinen Saft nicht aus der Flasche, sondern dem Karton, um die Gewissheit zu schmecken, dass alles weiter geht. Aber was, wenn ich nicht wieder zu verwerten wäre?
Vielleicht hilft dann 'Monatlich die Erleuchtung'. Diese verspricht ein dicker Buddha durch das Abonnieren einer Zeitschrift für Studenten des Rechts. Einträglich scheint die juristische Erleuchtung zu sein, denn offensichtlich hat dieser Buddha kein Problem, seinen Magen bis zur äußersten Dehnbarkeit zu füllen: Prozesse vor Gericht gehören eben zu den wichtigsten Riten der Konsumgesellschaft. ..."


:: "Buddha Maitreya. Liebe zwischen Loslassen und Hoffnung." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X), Nr. 44 (2003), S.26-29.

"... Dass die Liebe ein bloßes Instrument des Erlöschens blieb, lässt sich als Tragik des frühen Buddhismus bezeichnen. Trotzdem schlich sich jenseits der Theorie die Liebe in einer Weise ein, die mehr war als Mittel zum Zweck. Dies verdeutlicht weniger die Lehre als die Person Gautamas. Kurz nach seinem Erwachen überlegte dieser, ob es überhaupt klug wäre zu lehren. Wer Nirvana erlangte, hat keinen Grund mehr, irgend etwas zu tun. Seine Erkenntnisse mit anderen zu teilen, dachte Gautama, brächte nur unnötig Beschwernis (Majjhimanikaya 26). Dass er es trotzdem tat, geht auf die dringliche Bitte eines Gottes zurück. Natürlich war es für den Erwachten, dem alles Ich erlosch, letztlich gleichgültig, ob er andere belehrte oder nicht: Mühe und Unbeschwertheit, Last und Freiheit, alles das gab es für ihn nicht mehr. War es also bloßer Zufall, dass das Pendel ausgerechnet in die Richtung der Hinwendung zum anderen schlug?
Albert Schweitzer erkannte hier einen Konflikt zwischen Lehre und Meister: 'Bei Buddha ist die Ethik so stark entwickelt, dass sie bereits Selbstzweck ist. Dies gesteht er sich aber nicht ein. Er lässt sie weiter im Dienst der von Welt- und Lebensverneinung beherrschten Erlösung stehen.' Wo Gautama 'selber sich zum Handeln in Liebe fortreißen' lässt, gerät seine 'menschlich so große Persönlichkeit' mit seiner verneinenden Botschaft in Widerspruch. In diesem war aber der Liebe ein Tor geöffnet. Die verneinende Theorie fand in der Praxis ihre Antithese, die der Liebe mehr als eine bescheidene Nebenrolle versprach. ..."


:: "Hindernis des Dialogs oder Mutter aller Ökumene?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 226, Mai 2003), S. 28-30.

"… In dieser Hinsicht lässt sich Maria betrachten, in deren Wirkungsgeschichte vieles einfloss, was vorchristlicher Tradition in Bezug auf das Weibliche in der religiösen Sphäre wertvoll war. Sie ist ein Beispiel, wie es zum Neubeginn des Christentums gehört, Älteres in die von biblischen Inhalten geprägte Welt zu integrieren: Die Jüdin Maria, die Jesus in die Welt setzte und ihn nach Johannes beim Hochzeitsfest in Kana geradezu drängte, dass er mit seinem öffentliches Wirken beginne, - diese Maria kann, wie die alten Göttinnen, an Quellen erscheinen, um auf die eigentliche Quelle des Heils zu verweisen.
Das Alte, das damit zur Vorahnung des Neuen wird, behält Sinn und Würde. Einer fundamentalistischen Perspektive, die im religiösen Leben neben der biblischen Offenbarung sogar das nicht gelten lassen will, was im Einklang mit ihr bestehen kann, wird Maria als so verstandene Gestalt einer weiten Ökumene, die auch Vorchristliches einschließen kann, fremd bleiben. …"


:: "Marienkult." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 226, Mai 2003, S. 14-15.

"… Marienkult ist sicher nichts Rationales. War das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel 1950 eine Zumutung für den modernen Menschen - oder fünf Jahre nach dem Holocaust und dem irrsinnigen Schlachten des Zweiten Weltkrieges eine Option für den Wert des Leibes? Die Sprache des Marienkults ist nicht jedermanns Sache. Aber vielen sagt sie offensichtlich etwas. …"


:: "'This is for you!' oder: Ahnungslos in Krakau." [mit Jürgen Stoldt] forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 224, März 2003, S. 15-17.

"... Nach solchen Erschütterungen hilft ein Kirchenbesuch. Die mittelalterliche Marienkirche am Marktplatz hat zwei Eingänge, einen für Gläubige und einen für Besucher. Ein Anliegen vor die Gottesmutter zu tragen, ist gratis, wer vornehmlich kommt, um den spätgotischen Altar von Veit Stoss zu sehen, zahlt eine nicht unerhebliche Summe als Eintritt. Wir nehmen das Tor für Gläubige und finden uns unter zahlreichen inbrünstig Betenden, darunter auffallend viele junge Menschen. Still und hörbar wird gebetet, im Sitzen, auf Knien, im Stehen. Während der eine von uns eine Kerze anzündet, flüchtet der andere nach draußen, um am Besuchereingang zu zahlen. Selten hätte er sich in einer Kirche so deplaziert und ausgeschlossen gefühlt wie hier, sagt er, als wir einander vor dem Hauptaltar inmitten einer Schweizer Besuchergruppe wieder treffen. Nicht jedem Westeuropäer kann es vergönnt sein, die polnische Frömmigkeit zu verstehen. Wir beginnen einen Disput, über das vermeintliche Wahnsystem der katholischen Kirche, der während unseres Aufenthaltes nicht enden sollte.
Wenn wir schon bei Vorurteilen sind, - da gibt es noch jenes, dass polnische Frauen sehr schön wären. Zugegeben, alle Frauen überall auf der Welt sind sehr schön, doch hier in Krakau fällt es tatsächlich auf. Als wir mit einem Schriftsteller im Cafe sitzen, um über neue polnische Literatur zu sprechen, sieht auch er die berauschende Zahl hübscher Frauen, die das Lokal betreten, und gibt gleich sein Rezept preis, damit umzugehen: 'Ich denke an die Krampfadern, die dicken Bäuche, die sich unvermeidlich einstellen und an die Zahnlücken.' Man merkt, unser Autor, der gelegentlich im Kabarett Piwnica Pod Baranami auftritt, weiß um die Vergänglichkeit des Schönen. Wir entschließen uns, das Schöne dennoch zu genießen (wohlverstanden - einige Genüsse, etwa der von Vodka, waren uns schon vor unserer Reise ausdrücklich verboten worden). In vielen der Cafés und Restaurants der Stadt verdienen Studentinnen ihren Unterhalt, die in breitem amerikanischen Akzent antworten, sobald wir als Ausländer überführt sind. Man bestellt einen Käsekuchen, und vernimmt ein surrendes 'Sure!' Der Kuchen kommt, und es erklingt, begleitet von einem vollkommenen Lächeln, ein forderndes 'This is for you', das einen unwillkürlich fragen lässt, was für eine Bedeutung Käsekuchen in Krakau hat. Dies sind Augenblicke, die einen Platz in der geheimen Erotika-Sammlung jedes Gastes finden. Dass man in Krakau auch vorzüglich bäckt und kocht, bedarf keiner Erwähnung. ..."


:: "Katholizismus und nationale Selbstbestimmung." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 224, März 2003, S. 39-44.

"... Die Tragik dieses missglückten Versuchs christlich-marxistischer Annäherung war neben der Tatsache, dass jede Seite die andere als 'nützliche Idioten' für das Durchsetzen respektive Bewahren des eigenen Weges verstand, vor allem die, dass sie von Stalinisten statt marxistischen Humanisten und Katholiken mit verengter nationaler Perspektive betrieben wurde. ..."


:: "Einst im Paradies. Volker Zotz über den Fluch und Segen der Arbeit." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben (ISSN 1026-003X), Nr. 43 (2003), S. 30-33.

"… Auf Kosten anderer leben, kann der spirituelle Entsagende wie der dumpfe Weltmensch. Darüber, ob der buddhistische Mönch, der sich in Thailand von einer alten Frau die Schale füllen lässt, oder der gebräunte Börsenspekulant, die letztlich beide von der Arbeit anderer leben, Schmarotzer sind, mag man lange streiten. Doch Materialisten wie Fromme sind sich oft verdächtig einig, dass es seliger ist, an Mühe und Schweiß zu sparen, - und wenn man schon solchen vergießt, dann beim Jogging, in der Sauna oder bei der tausendfachen Niederwerfung vor einem transzendenten Wesen, - jedenfalls nicht beim Pflügen des Feldes. …"


:: "Säkularisierung oder neue Religiosität?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 222, Dezember 2002, S. 18-19.

"... Schon im 19. Jahrhundert schien zwar der Anfang vom Ende der Religion in Europa eingeleitet. Ludwig Feuerbach erklärte, der Mensch würde selbst die Religionen schaffen, indem er sich in seinen Göttern alles das vorstellt, woran es ihm selbst mangelt oder was er selber gerne wäre.
Friedrich Nietzsche fand dies so plausibel, dass ihm der sichere Tod Gottes keiner Begründung mehr bedurfte. Karl Marx sah in der Religion den 'Heiligenschein einer verkehrten Welt' oder eben das berühmte Opium, ein illusorisches, rauschhaftes Glück. Sigmund Freud schließlich wollte Gott als die Überhöhung des ganz irdischen Vaters erkennen, weshalb er die Religion für eine 'allgemeine menschliche Zwangsneurose' halten durfte. Immer hatte sich dabei das Verhältnis, wie es die vorangegangenen Jahrhunderte sahen, umgekehrt. Der Mensch war zum Schöpfer Gottes geworden und damit frei von zwingenden Vorgaben.
Zweifellos wollten Feuerbach, Nietzsche, Marx und Freud den Menschen jeweils auf ihre Weise befreien. Ihr Anliegen war ein humanistisches. Gott und die Religion schienen der Freiheit im Weg zu stehen.
Doch konnte sehr rasch der Verdacht aufkommen, dass auch die großen Befreier des Menschen von der Religion, nicht ganz ohne das religiöse Element auskamen. Nietzsche nahm Zuflucht zur Vision des Übermenschen und propagierte damit eine eigene Form der Erlösung. Die Marxisten glaubten an das künftige Paradies auf Erden, das durch der Welt innewohnende Gesetze unweigerlich zur Wirklichkeit werden müsste. Die Nähe zur christlichen Hoffnung war unübersehbar. Freuds Praxis und vieles, was daraus hervorging, stand und steht bei vielen im Ruf, eher Heilslehre statt Wissenschaft zu sein, - so wissenschaftlich eben wie der 'wissenschaftliche Sozialismus' des 19. Jahrhunderts.
Zudem kamen die neuen Bewegungen, die von der Religion befreien wollten, nicht ohne die Instrumentarien der Religion aus: Riten, Prozessionen und quasi sakrale Texte. Waren also jene, die das Religiöse überwinden wollten, ihm doch wieder in die Falle gegangen? Schufen doch nur einen Religionsersatz oder eine Ersatzreligion.
Inzwischen ist klar, dass das Experiment 'Überwinden der Religion' gescheitert ist. ..."


:: "Ketzerische Gedanken. Volker Zotz über Mythen der Destruktion im tibetischen Buddhismus." Yabyum (ISSN 1422-8556), Nr. 8/9, Oktober 2002, S. 28-29.

"... Hier fällt mir ein Bekannter ein, der in einem thailändischen Kloster lebte, in dem die Mönche in ein großes Gefäss urinierten. Das Ganze wurde ordentlich durchgemischt, und alle nahmen einen guten Schluck: 'Brechen der Ekelschwelle' nennt sich die Übung.
Ich kann nachvollziehen, dass Menschen, die zu einem Zustand der Nichtdualität (advaita) gelangen möchten, in der die Dinge nicht mehr als widerlich oder begehrenswert, gut oder böse erscheinen, sondern alles, so wie es ist, gleich wert gilt, derartige Praktiken vornehmen. Nicht verstehen kann ich, warum man überhaupt nach solcher Indifferenz strebt. Ich begrüsse den Ekel vor manchen Dingen und ziehe gerne den Duft dem Gestank vor. Damit wäre im Grunde alles gesagt: Unterschiedliche Ansprüche, verschiedene Praktiken.
Aber, um noch weiter Zeugnis meines Unverständnisses zu geben, ich glaube gar nicht, dass es den meisten, die in Ost und West tantrischen Pfaden folgen, wirklich um die Nichtdualität geht. Dächten sie darüber nach, wäre dieses Ziel für nicht wenige ebenso unattraktiv, wie es mir scheint. Manche folgen nur der Methode und nicht einmal dies wirklich. Als ich einer Gruppe in Europa, die frohen Herzens den von ihrem Lama zu einer Einweihung gegebenen tibetischen Text mit Sanskrit-Einlagen schmetterte, erzählte, was sie da eigentlich sang, wollten die meisten das gar nicht hören. Es gibt wohl Dinge, die so esoterisch sind, dass selbst der Praktizierende sie nicht wissen soll. So entgeht manchen das Gebräu aus Blut, Sperma und allerlei Fleischsorten, das ihr Gesang in der Schädelschale dampfen lässt, weil es in einer Sprache brodelt, die sie nicht verstehen. Um sie will ich mir keine Sorgen machen.
Aber wie steht es mit jenen, die all das ganz bewusst tun? Die sich voller Sachkenntnis den menschenfressenden Monstern tantrischer Mandalas mit ihren Mordwaffen und Messern zum Abhäuten zuwenden, den Dakinis mit bluttriefenden Zähnen vom letzten Mahl? ..."


:: "Religionen in Vietnam. Konfuzius, Buddha und die Geister." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 220, Oktober 2002, S. 25-27.

"... Doch folgte aus dieser nüchternen Diesseitigkeit keine Ablehnung der Religion. Im Gegenteil legte Konfuzius größten Wert auf die überlieferten Opferpraktiken und den Ahnenkult. Wollte er offen lassen, ob die Götter und Ahnen existieren, galt ihm doch der Brauch an sich als geheiligt. Den Traditionen zu folgen, Riten und überlieferte Sitten zu beachten, bedeutet Stabilität für die Gesellschaft wie den einzelnen und hilft beim Bau einer besseren Welt. Der Konfuzianismus blickt nach rückwärts auf ein harmonisches Altertum, in dem gerechte Kaiser, Söhne des Himmels, einem kultivierten Volk vorstanden, das sie gar nicht beherrschen mussten, weil Tugenden wie Treue, Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit, Sittlichkeit und Weisheit regierten. Die überlieferten Riten und ethischen Normen sind Reste, die sich aus dieser wunderbaren Vorzeit erhalten haben. Wer sie beachtet, hilft darum mit, die idealen Verhältnisse des Altertums wieder erstehen zu lassen. ..."


:: "Die C-Frage. Parteien und ihre Grundwerte." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 218, Juli 2002, S. 3-5.

"... Welche Umstände klare Grundpositionen bescheren, erlebten die deutschen Grünen mit ihrem vorgeblich unumstößlichen Bekenntnis zum Pazifismus. Als Regierungspartei zog man am Balkan doch in den Krieg. Hätte die CDU-geführte Regierung auch nur daran gedacht, wäre sie von der grünen Opposition als militaristisch und imperialistisch gebrandmarkt worden. Sitzt man erst in der Regierung, werden die Sachzwänge plötzlich verständlich. Man handelt im Widerspruch zum Grundsatzprogramm, mit dem man sich zur Wahl stellte, und ändert das Papier mit den lästigen Werten dann so ab, dass es künftig verschiedene Optionen offen lässt.
Wenn jede Partei, jeder Politiker für jeden Bürger wählbar sein will, verschwimmen die Konturen: Wir sind Christen, aber eigentlich mag jeder darunter verstehen, was er will. Wir sind die Partei der Gewaltlosigkeit, aber das trifft nicht zu, wenn wir regieren. Wir sind die Partei der linken Mitte, aber unsere Wirtschaftspolitik unterscheidet sich in nichts von der Partei der rechten Mitte. -Wer jedem alles sein möchte, ist am Ende nichts mehr. Klare Wertgrundlagen des Handelns verschwinden und mit ihnen die Perspektiven über den Wahltag hinaus. Was bleibt sind taktische Auseinandersetzungen in pragmatischen Fragen. ..."


:: "Université de Luxembourg - Wohin geht die Reise?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 215, April 2002, S. 3-9.

"... Zum Selbstverständnis der klassischen Universität gehörte im Lauf ihrer Geschichte zunehmend, nicht nur Theologen, Juristen oder Ärzte quasi im Elfenbeinturm auszubilden, sondern als Institution auf die Gesellschaft zu wirken. Seit Friedrich Barbarossa mit dem Dekret Authentica Habita (1155) Lehrer und Studenten des Rechts unter kaiserlichen Schutz stellte und so die Lehre vom Zugriff ziviler Autorität befreite, entwickelte sich die Universität zu einer Instanz, die neben Wissen und Wahrheit keiner anderen Macht verantwortlich sein wollte. Der Kölner Kanoniker Alexander von Roes erweiterte in seinem Memoriale de praerogativa Romani imperii (1281) die seit Papst Gelasius geltende Lehre von den zwei Gewalten, der geistlichen (Sacerdotium) und der weltlichen (Regnum), durch eine dritte Gewalt, das Studium, für das die Universität stand. Alexander sah durch die führende Pariser Universität eine dominierende Rolle Frankreichs im Wissen, die kompensieren konnte, dass die Nachkommen der römischen Cäsaren Deutsche waren. Die Sphäre des Wissens sollte jener der Macht und des Glaubens im gesellschaftlichen und politischen Ganzen eigenwertig gegenüberstehen.
Dieses mittelalterliche Universitätskonzept hat nichts an Relevanz verloren. Zur Gewaltenteilung im neuzeitlichen Staat, dessen Verfassung Gesetzgebung, Regierung und Justiz trennt, kennen die sich entwickelnden Demokratien de facto weitere Gewalten, die einen unverzichtbaren Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Die Medien, oft als vierte Gewalt bezeichnet, spielen nicht selten in der Kontrolle der Macht eine effektivere Rolle als die parlamentarische Opposition. Ebenso gewinnen die NGOs in der gesellschaftlichen Meinungsbildung und politischen Entscheidungsfindung an Bedeutung. Die Universität hat seit Jahrhunderten eine vergleichbare Funktion. Sie kontrolliert zwar nicht das Tagesgeschehen wie die journalistischen Medien und stellt keine konkreten Forderungen wie eine NGO. Doch reflektiert sie die ökonomische, kulturelle und gesellschaftliche Wirklichkeit im Licht einer Suche nach wissenschaftlicher Wahrheit. Als ein Ort des Ringens und der Auseinandersetzung kommt sie dabei nicht zu einheitlichen Ergebnissen. Aber dieser Pluralismus ist ihr erwünscht. Entsprechend gingen, wie etwa ein Blick ins Deutschland des 19. Jahrhunderts zeigt, von der Universität wesentliche Impulse für die Demokratiebewegung aus. Das Modell Alexanders von Roes bleibt insofern aktuell: Die Universität als eigene und unabhängige Sphäre der Wahrheitssuche jenseits von Machtansprüchen und Weltanschauung.
Will Luxemburg eine so verstandene Universität, die mehr ist als Kaderschmiede für Wirtschaft und Schule? ..."


:: "'Rückkehr zu den Riten' - Gentechnik und Religion." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 214, März 2002, S. 45-48.

"... Statt technisch konkreter Aufschlüsse über theologisch sehr unterschiedlich beantwortbare Fragen wie jene nach dem Beginn des Menschseins, kann die Religion eine grundsätzliche Haltung der Existenz gegenüber anbieten.
Schon indem sie das Dasein in einem größeren Zusammenhang reflektiert, beschreibt sie das Leben als Mysterium, das sich menschlicher Kalkulation letztlich entzieht. Ungeachtet genauer Zeitpunkte einer Beseelung und damit des Beginns eigentlicher Existenz als Wesen ist die gesamte Entwicklung in einen sinnvollen Plan oder ein Geschehen mit bestimmender Vorgeschichte eingebettet. Die Verantwortung, die sich daraus gegenüber Ursprung und Zukunft ergibt, weist zugleich auf Tabus, die sich im Monotheismus aus der Achtung vor der Schöpfungsordnung und ihrem Geheimnis oder im Buddhismus aus der Annahme des Karma ergeben. Es ist eine Perspektive, aus der Krankheit und jedes Abweichen von der Norm als Auftrag und Chance gesehen werden können und damit ihre eigene Würde besitzen.
Die Änderung des Menschen, auf welche die Religionen setzen, ist kein Flicken an seiner materiellen Basis, sondern ein Wandel des Bewusstseins in Freiheit. Ein religiöser Weg erfordert bewusste Arbeit an sich selbst, in der Hingabe, im Verzicht, in der Reue, in der Dankbarkeit. Damit gesteht die Religion dem Menschen, wie er ist, höchste Souveränität zu, nimmt ihn in seinem Gegebensein an, wenngleich er immer wieder zum Scheitern verurteilt ist. Sicher schränkt die Religion den Menschen derart ein: Er ist ihr nicht allmächtig, aber immerhin einzigartig.
Im Licht dieser im Grunde konservativen Leitmotive der Religion lassen sich individuelle wie gesellschaftliche Fehlentwicklungen erkennen. Dabei ist sogar zweitrangig, ob die theologischen Aussagen einer Religion im einzelnen wahr sind oder wie man die Frage der Metaphysik überhaupt beantwortet. Die Weltreligionen transportieren eine Ethik und ein Hoffnungspotential, die in der historischen Bewährung ihren Wert an sich bewiesen. ..."


:: "Gemeinsam in Verschiedenheit. Drei Aspekte des interreligiösen Dialogs." sensibler leben bewusster handeln. 30 Ans Centre Chrétien d'Éducation des Adultes. [= Erwuessebildung 22.2002 No. 1], S. 64-66.

"... Die historische Tatsache, Produkt eines interreligiösen und interkulturellen Dialoges zu sein, teilt das Christentum mit allen bedeutenden Weltreligionen. Doch während der Buddhismus dem Dialog mit anderen Systemen weitgehend offen blieb und dabei vieles aus jenen Kulturen aufnahm, in die er sich verbreitete, blieb im Christentum durch viele Epochen verschüttet, dass Religion immer auch im Dialog wurzelt. Der heilig gesprochene französische König Ludwig IX. (1214-1270) steht hierfür symbolhaft. Bei einer theologischen Debatte christlicher Theologen mit Rabbinern im Kloster Cluny war er anwesend, als ein jüdischer Gelehrter die Göttlichkeit Jesu in Frage stellte. Ein Ritter spaltete darauf dem Rabbiner den Schädel. Der empörte Abt von Cluny musste vom König hören, es sei erlaubt, so gegen Ungläubige vorzugehen. Ludwigs Name ist mit einem weiteren misslungenen Dialogversuch verbunden, dem wohl ersten dokumentierten Disput von Vertretern westlicher und östlicher Weltreligionen. 1253 schickte Ludwig den Franziskaner Wilhelm von Rubruck zum Khan der Mongolen, um diesen für eine Allianz des Abendlandes gegen den Islam zu gewinnen. Der Pater wurde vom Khan zu einer Debatte gebeten, an der Buddhisten, Vertreter des Islam und Angehörige chinesischer Religionen teilnahmen. Pater Wilhelms Beharren, als Einziger im Besitz religiöser Wahrheit zu sein, führte zu seiner Ausweisung aus der Hauptstadt des Mongolenreichs.
Doch trotz derartigen Überlegenheits- und Kreuzzugsbewusstseins blieb im abendländischen Christentum die Tür zu anderen Religionen nie ganz verschlossen. Die Theologen des Mittelalters lernten viel vom Islam. Was hier für die Theorie zutrifft, gilt
auch für die Praxis: Das Rosenkranzgebet ist vom Islam inspiriert, der seinerseits die Gebetsschnur bei Hindus und Buddhisten in Indien kennenlernte. Kardinal Nikolaus von Kues würdigte den Koran, und die Jesuiten in China erfuhren den Konfuzianismus als Bereicherung für die Interpretation der christlichen Botschaft. ..."


:: "Joseph Dahlmann. Ein Buddhismusforscher in Luxemburg." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 212, Dezember 2001, S. 39-41.

"... Dahlmann sah in der buddhistischen Idee vom Erlöschen des Wesens eine Gefahr für jede Form von Kultur. Wo das Aufhören oder Nichts zum Ziel wird, findet eine Entwertung der gegebenen Welt statt. Nur dem Anschein nach, darf nach Dahlmann der Buddhismus deshalb als Religion gelten. Indem dieser Begriffe echter religiöser Systeme verwendet, etwa Wiedergeburt und Erlösung, 'prunkt [er] mit einem Gewande, das er einer fremden Schatzkammer entlehnt.' ... "


:: "Europas frühe Buddhisten. Schopenhauer und Wagner als Wegbereiter." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 212, Dezember 2001, S. 33-36.

"... Der Buddhismus ist zum großen Teil die Geschichte seiner Modifikationen. Die ersten Gelehrten Chinas, die ihn aufnahmen, verstanden ihn auf Basis des Daoismus. Obwohl vieles damit nicht mehr im Sinn der Ursprünge verstanden wurde, begründete dies die Geschichte des Buddhismus in der chinesischen Kultur und wirkte im Lauf seiner Entwicklung fort. Ebenso fing im 19. Jahrhundert mit der Aufnahme der Lehre durch von der Romantik geprägte Menschen die Geschichte des Buddhismus in der europäischen Kultur an, wodurch Elemente wie die romantische Liebe oder ein rassistisches Selbstverständnis einflossen. Auch vermeintliche Mißverständnisse sind Verständnisweisen. Ob es sich um angemessene Neuinterpretationen in verändertem zeitlichen und kulturellen Kontext handelt oder um Degeneration ist jeweils nur eine Frage des Standorts. ..."


:: "Geschichte und Erinnerung." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 211, November 2001, S. 23-24.

"... Vor einigen Jahren erschütterte Edward Said die mit anderen Kulturkreisen beschäftigten Wissenschaften mit einer Analyse des Bildes, welches das gelehrte Europa vom Nahen Osten zeichnete. Er entlarvte es überzeugend als Gebilde, das mehr aus Projektionen aus westlicher Perspektive besteht, als es der Realität des Orients entspricht. Was Said für die Wahrnehmung anderer Kulturen zeigte, lässt sich auf jene früherer Epochen übertragen: Geschichtsschreibung ist nicht nur Rekonstruktion des Gewesenen, sondern zugleich eine neue Konstruktion, in die gegenwärtige und eigene Interessen, Befürchtungen und Erfahrungen einfließen. Diese können naturgemäß mit der behandelten Epoche recht wenig zu tun haben. ..."


:: "Nachwort." Alan Watts: Zen. Stille des Geistes. Einführung in die Meditation. Berlin: Theseus Verlag 2001 (ISBN 3-89620-172-7), S. 125-142.

"Wer war Alan Watts? Manchen gilt er als erster echter buddhistischer Meister des Westens. Andere sehen in ihm den Scharlatan; als Kettenraucher, Drogenfreund und Frauenheld fern von Buddhismus und Daoismus, auf die er sich berief. Hier preist man den Gelehrten, der Asiens Weisheit erforschte und inspirierend lehrte. Dort hält man ihn für den von einem Buch zum anderen, einem Seminarauftritt zum nächsten Gejagten, immer auf Suche nach Einnahmen, um den Unterhaltsverpflichtungen gegenüber all seinen Kindern mit verschiedenen Partnerinnen nachzukommen. So sei er zum Clown geworden, dem keine unterhaltsame Einlage zu billig war. Wird so extrem gewertet, sind Einzelvarianten zweifelhaft wie der Versuch, die Wahrheit in der Mitte zu
finden.
Um Watts jenseits moralischer Urteile gerecht zu werden, sollte man ihn nach seinen Ansprüchen würdigen. ..."


:: "Die Einsamkeit des Priesters. Gedanken zum Zölibat." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 209, Juli 2001, S. 65-67.

"... Trotz allem lässt sich verstehen, warum die Kirche dieses Gesetz nicht leichtfertig aufhebt. Seit dem Trienter Konzil ist sie ihren Weg mit den unverheirateten Priestern gegangen. Die Praxis grundlegend zu ändern, könnte unabsehbare Folgen haben, die nicht immer erwünscht sein müssen. Einfach zur ursprünglichen, sprich urchristlichen Praxis zurückzukehren, ist für die Kirche kein zwingendes Argument. Sie versteht sichselbst als einen heilsgeschichtlichen Prozess unter Führung des heiligen Geistes. Auch ein halbes Jahrtausend alte Konzilsbeschlüsse sind Teile dieses Prozesses.
Dass sein Schritt tiefgreifende Wirkungen hatte, erfuhr auch der buddhistische Zölibats-Rebell Shinran. Der japanische Heilige musste im hohen Alter einen Sohn enterben, weil dieser sich mit Berufung auf die Autorität des Vater zu einem religiösen Führer aufschwingen wollte. Doch half Shinran das Enterben des Sohnes wenig. Seine Nachkommen bauten eine große Organisation auf, die zeitweilig weite Teile Japans eigenstaatlich regierte. Die Erben Shinrans wurden zur Dynastie, stellten die geistliche wie weltliche Führung und waren trotz des religiösen Anspruchs nicht vor der Tyrannei gefeit. ..."


:: "Die Kardinal-Frage." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 207, April 2001, S. 58-59.

"... Der Unterschied zwischen dem historischen Kirchenverständnis Kaspers und dem metaphysischen bei Ratzinger hat weitreichende Konsequenzen. Lassen sich in der metaphysisch verankerten Kirche ewige Werte festschreiben, geht die konkrete historisch verstandene Kirche ihren Weg in der Zeit, deren Veränderungen sie mitvollzieht. Ewig Gültiges ist dabei letztlich problematisch. In einer metaphysisch fundierten Kirche dagegen gilt zum Beispiel das Gebot des Nichttötens eines Menschen vom Beginn der Empfängnis immer und unbedingt. In einer historisch verstandenen Kirche mag sich das Verständnis des Gebotes mit dem Bewusstsein der Epochen wandeln und im heutigen Europa ermöglichen, der Praxis des Schwangerschaftsabbruchs entgegenzukommen, den ein gesellschaftlicher Konsens legitimierte. ..."


:: "Lebte Jesus?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 206, März 2001, S. 69-71.

"... Was für den Buddha und Sokrates gilt, trifft gleichfalls auf Jesus und die zu ihm überlieferten Quellen zu. Die Evangelientexte sind antike biografische Literatur wie jede andere. Wer die Geschichtlichkeit Jesu wegen der Quellenproblematik leugnet, müsste beginnend mit Gautama und Sokrates konsequent ungezählte weitere Personen und Ereignisse der alten Geschichte des Erdballs als ungeschichtlich erklären, für die wir nur voneinander abweichende, ausgeschmückte und tendenziöse Berichte besitzen. ..."


:: "'Unwillkürlich zum Buddhisten geworden' - Bedingungen und Anfänge des Buddhismus in Deutschland." Lotusblätter. Zeitschrift für Buddhismus (ISSN 0949-1104), 15.2001 (Ausgabe 1).

"… Im früheren Werk Wagners bedurfte der unerlöste Mann der selbstlosen Hingabe einer Frau, um Befreiung zu finden: Der Fliegende Holländer wird durch die reine Liebe Sentas erlöst, Tannhäuser durch jene der Elisabeth von Thüringen. In Die Sieger sollte einerseits Prakriti durch ihre Liebe zu Ananda befreit werden, zugleich trägt sie ihrerseits zur vollständigen Erlösung des Buddha bei, indem dieser die Leidenschaft als einen Zugang zum Weg der Befreiung zuläßt, womit er diesen erst vollständig entdeckt hatte. Wagner schrieb an Mathilde, daß es ihm um einen bislang von niemandem entdeckten Weg zur Erlösung ginge, nämlich den Willen durch eine in der Geschlechtlichkeit gründenden Liebe zur Ruhe zu bringen. Der Komponist versucht, die Liebesidee der Romantik mit der Verneinung des Willens und dem Nirvana zu versöhnen. Statt einem Rückzug von der Leidenschaft im Sinn Schopenhauers wird der begehrte Mensch angenommen, dem körperlichen Aspekt der Begierde jedoch entsagt. …"


:: "Haiders Sieg. Politik als Selbstinszenierung." forum fir Politik, Gesellschaft a Kultur (ISSN 1680-2322), Nr. 200, Mai 2000, S. 20-22.

"... Was Haider jedoch am meisten zugute kam, war nicht der Pakt zwischen dem christlich-konservativen und sozialistischen Lager sowie dessen Auswüchse, sondern die Tatsache, dass beide große Parteien in den Augen vieler aufgehört hatten, das zu verkörpern, wofür sie weltanschaulich standen. Die Praxis der Parteien unterschied sich kaum mehr voneinander, wenn zum Beispiel Konservative und Sozialisten einander in ihren Absichten zur Privatisierung verstaatlichter Betriebe überboten. Was einst als Alternative schien, wirkte zunehmend wie zwei inhaltlich nur mäßig unterschiedene Karrierevereine. Mitte der neunziger Jahre wurden zwei Ereignisse symbolhaft für den Werteverlust in den einst konkurrierenden Blöcken. Die einst mächtige Konsum-Genossenschaft, neben Gewerkschaft und Partei eine der traditionellen Säulen der Arbeiterbewegung, brach nach Misswirtschaft unter einem Schuldenberg zusammen. Auch der konservative Katholizismus erlebte einen schweren Schlag durch den Skandal um den Wiener Erzbischof Groer. ..."


:: "Die Gestalt des Buddha im Westen." Guidelines for Buddhist Studies (ISSN 1029-7529), I.1. (1999), S. 79-92.

"... Im Spannungsfeld von konkretem Menschen (also einer Persönlichkeit) und Ausdruck eines höchsten Prinzips (also eines Typus) lernte das Abendland im Buddha eine Gestalt kennen, die zugleich physisch und metaphysisch erschien. Der Gedanke, eine Person verkörpere das Höchste, hätte dem Westen durch die Auffassung Christi als 'wahrem Menschen und wahrem Gott' nicht fremd sein müssen. Was jedoch befremdete, war die Lehre, daß dieser Buddha keine einmalige Erscheinung ist. ..."


:: "Gautama Siddhârtha, der Buddha." Guidelines for Buddhist Studies (ISSN 1029-7529), I.1. (1999), S. 62-71.

"... Als Europa den buddhistischen Texten begegnete, mißtrauten Gebildete schon biblischer Wahrheit. Kritische Forscher witterten im Buddhismus nur ein weiteres Wahnsystem. Christlich Orientierte nahmen die andere Weltreligion skeptisch auf. Es wurde bereits auf die Theorien von Senart, Kern und R. Otto Franke hingewiesen, die Gautama für eine Kunstfigur hielten. Tatsächlich scheinen nicht zuletzt die buddhistischen Quellen selbst die Anschauungen der Forscher zu bestätigen: Sogar in Schriften, die einen nüchtern argumentierenden Buddha vorstellen, verkehrt dieser mit Göttern, spricht von früheren Dasein und versunkenen Kulturen, wandelt auf dem Wasser und fliegt durch die Lüfte. ..."


:: "Vor dem Buddhismus: Frühes indisches Philosophieren und seine Grundmotive." Guidelines for Buddhist Studies (ISSN 1029-7529), I.1. (1999), S. 42-57.

"... Religiöse oder philosophische Bewegungen wie Christentum, Marxismus und Buddhismus wirken auf den Betrachter in ihrer gewachsenen Gestalt als in sich geschlossene Systeme: Sie weisen zumindest in ihren Hauptströmungen konsistente Lehrgebäude, ein offizielles Bild ihres geschichtlichen Werdens und ein Bewußtsein ihrer Bedeutung für die Menschheit auf. Institutionen, die Träger dieser Bewegungen sind, präsentieren Lehrgebäude und Auftrag in klaren Definitionen. Damit gewähren sie ihren Anhängern die Sicherheit eines Weltbildes und sozialen Bezugssystems, was ihnen wiederum als deren Hüter eine Existenzberechtigung gibt. Auf diese Weise scheinen institutionalisierte geistesgeschichtliche Strömungen ihren Anhängern wie Gegnern als mehr oder weniger deutlich umrissene Selbstverständlichkeiten.
Was derart als in sich geschlossen erscheint, ist jedoch immer Produkt einer letztlich nicht eingrenzbaren Vorgeschichte und eines ebensolchen Umfelds. ..."


:: "Buddhologie, Konturen einer Disziplin." Guidelines for Buddhist Studies (ISSN 1029-7529), I.1. (1999), S. 15-36.

"... Nun darf der Begriff des 'Buddhismus' keineswegs als so selbstverständlich gelten, wie er hier gebraucht wurde, denn als solcher ist 'der Buddhismus' nirgendwo vorhanden. Das heißt nicht nur, daß er real in einer Vielheit von Formen, Schulen und regionalen Ausprägungen existiert. Der Begriff muß noch weiter relativiert werden. Wie das Wort 'Buddhismus' von westlichen Interpreten geschaffen wurde, läßt sich auch das, was man darunter versteht, unter gewisser Perspektive weitgehend als westliche Schöpfung auffassen. ..."


:: "Der freie Mensch. Entwürfe des Erlösten im Buddhismus."Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus (ISSN 1026-003X), Nr. 27 (1999), S. 8-9.

"... Die diversen Vorstellungen vom befreiten Menschen fanden auch innerhalb der buddhistischen Tradition ihre Kritiker. Der japanische Mönch Nichiren verstand nicht, wie man nach vollständiger Loslösung von der Welt oder nach der Begegnung mit einem Buddha im nächsten Leben streben kann, solange in der konkreten Welt Menschen leiden und eines gewaltsamen Todes sterben. Sind die Typologien der Befreiten mehr als Koordinaten zur Bestimmung des stets fliehenden Punktes der Freiheit? ..."


:: "Verborgene Einheit. Schulen des Buddhismus." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus (ISSN 1026-003X), Sondernummer (1998), S.14-21.

"Was ist Buddhismus? Die Frage läßt sich eindeutig nur subjektiv beantworten, erklärt ein einzelner, was ihm persönlich 'Buddhismus' bedeutet. Objektiv, also unter Berücksichtigung all dessen, was das Wort bezeichnet, gibt es Buddhismus als solchen nicht. Der Sammelbegriff faßt viele Richtungen zusammen, deren einzige zweifelsfreie Übereinstimmung in zwei Punkten besteht: daß jede sich vom Erwachen (bodhi) genannten Befreiungserlebnis herleitet, das nach der Überlieferung den indischen Asketen Gautama zum Buddha werden ließ, und daß jede den Menschen in die Nähe dieser Erfahrung führen will.
Ansonsten unterscheiden sich die Richtungen nicht nur in der äußeren, von jeweiligen Landesbräuchen geprägten Gestalt, sie widersprechen einander in wichtigen theoretischen und praktischen Punkten. Schon in der Frage, ob ein Mensch durch eigene Anstrengung Befreiung erlangt oder gar nichts dazu beitragen kann, gehen sie diametral auseinander. Diese Differenzen lassen sich nicht bereinigen, indem man Antworten als verschiedene Wege zum gleichen Ziel erklärt, herrscht doch sogar darüber kein Einverständnis: Was das Nirvana, die erlangte Befreiung betrifft, sind sich die Schulen nicht einig, ob es überhaupt existiert. Zudem sind zentrale Fragen des Menschenbildes umstritten: Ist jeder bereits erwacht und muß dessen nur gewahr werden oder bedarf es eines Stufenwegs zum Erwachen? Auch in ethischen Fragen bestehen Gegensätze: Müssen Regeln befolgt werden oder ist vielleicht gerade der Böse, der sich nicht durch ihr Einhalten bessern will, für die Befreiung bestimmt? ..."


:: "Rennyo nach 500 Jahren. Zur Aktualität eines buddhistischen Meisters der Muromachi-Zeit." Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens/Hamburg. Zeitschrift für Kultur und Geschichte Ost- und Südostasiens (ISSN 0016-9080), 68.1998 (163-164), S. 5-21.

"... Rennyo polarisiert nicht nur, weil die vielen Facetten seines Wirkens unterschiedlichsten Standpunkten Argumente liefern. Seine Deutung des Buddhismus und die organisatorische Gestalt, die er der Anhängerschaft Shinrans gab, beeinflußten die Entwicklung der japanischen Gesellschaft nachhaltig. Auf ihn zurückgehende religiöse Institutionen waren auch Zentren politischer Macht und dienten noch während des Zweiten Weltkriegs als Rückgrat der Staatsideologie. Eine Auseinandersetzung mit Rennyo impliziert daher mehr als die bloß akademische Behandlung eines historischen Themas. Es schwingt vielmehr ein Reflektieren der jüngeren Geschichte und gegenwärtiger Probleme (oder eben dessen Vermeiden) mit - wenngleich dies selten offen ausgesprochen wird. ..."


:: "Yôroppa ni okeru bukkyo." Hokke-Bunka Kenkyû or Journal of Institute for the Comprehensive Study of Lotus Sutra (ISSN 0287-1513), No. 24, March 1998. Tokyo: Rissho University, S. 1-19.


:: "Ein großer Transparenter zwischen Sisyphos und Übermensch. Gedanken zum Mythos vom Bodhisattva." Lotusblätter. Zeitschrift für Buddhismus (ISSN 0949-1104), 12.1998 (Ausgabe 2), S. 40-43.

"... Entspringen der Mythos von der Harmonie aller Menschen und jener vom kriegerischen Herrenvolk, das als fremd oder minder Empfundenes vernichtet, demselben Wunsch nach Wiedereinbinden des Ich in ein Größeres, kommt es darauf an, diesen in heile Bahnen zu lenken. André Breton sprach von der Notwendigkeit einer 'Entschlackung der Mythen'. Es galt, sich aufbauenden kollektiven Träumen zuzuwenden, sei es im Rückgriff auf positive alte oder im Schreiben neuer Mythen.
Breton skizzierte 1942 seinen Mythos der Großen Transparenten: Der Mensch ist nicht Zentrum oder Gipfelpunkt des Universums. Es gibt ihm verborgene gegenwärtige Wesen, deren Größe ihn bescheiden werden läßt. Der Name weist auf ihre Unerkennbarkeit, blickt man doch durch Transparentes wie durch Glas. Zugleich deutet er auf das Gegenteil, denn transparent heißt durchschaubar, also erkennbar. In unerkennbarer Erkennbarkeit verkörpern die Großen Transparenten das Ziel des Surrealismus, eine Erfahrung, für die 'Leben und Tod, Reales und Imaginäres, Vergangenes und Zukünftiges, Mitteilbares und nicht Mitteilbares, Oben und Unten nicht mehr als widersprüchlich empfunden werden' ..."


:: "Gefragt-Sein des Mitarbeiters im konfuzianischen Kontext Japans." Walter Bungard, Ingela Jöns (Hg): Mitarbeiterbefragung. Ein Instrument des Innovations- und Qualitätsmanagements. Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union, 1997 (Arbeits- und Organisationspsychologie in Forschung und Praxis 10), (ISBN 3-621-27387-5), S. 418-422.

"Die Leitung eines europäischen Unternehmens wünscht durch Befragen von Beschäftigten Aufschlüsse über interne Vorgänge oder mögliche Strategien zur Verbesserung von Qualität und Produktionsablauf. Externe Interviewer erscheinen im Betrieb, oder man ergreift eigene Maßnahmen zur Erhebung. Der Mitarbeiter ist plötzlich gefragt. So fortschrittlich den Initiatoren dieser Weg erscheint und wie effektiv er sich erweisen mag, er deutet vor allem auf einen Mangel: Die obere Ebene weiß nicht, was 'unten' gedacht wird.
Die Art, wie sie es herausfinden möchte, die formelle 'Befragung', schafft eine Situation, die sich vom alltäglichen Berufsleben deutlich abhebt. Dadurch nimmt sie leicht einen gezwungen und künstlichen Charakter an. Die Aufforderung 'Sag' jetzt einmal deine Meinung!' zeigt oft ähnliche Wirkung wie das Kommando 'Nun laßt uns alle fröhlich sein!' Die Echtheit der Reaktion darf bezweifelt werden.
Ist das Befragen ein solcher Ausnahmezustand, kann man den Schluß ableiten, der Mitarbeiter sei im Normalfall nicht gefragt: Die obere Ebene nimmt in Kauf, in der Regel nicht zu wissen, was man 'unten' denkt. Sich damit zu beschäftigen, bleibt dem Beheben akuter oder chronischer Schwierigkeiten vorbehalten und wird ohne Problemfall als möglicher aber keineswegs notwendiger Impuls zur Entscheidungsfindung der Unternehmensleitung betrachtet.
Im deutlichen Unterschied hierzu wollen japanische Unternehmen eine Atmosphäre herzustellen, in der sich Mitarbeiter ständig gefragt fühlen und den oberen Ebenen das Denken an der Basis immer vertraut ist. Gefragt-Sein soll so selbstverständlich sein, daß es des Begriffs und der Formalität der 'Befragung' nicht bedarf.
Die Wurzeln solcher 'permanenten Mitarbeiterbefragung' liegen in der spezifischen ostasiatischen Organisationskultur, die zum großen Teil im Konfuzianismus gründet.


:: "Shinran und Nâgârjuna. Ansätze eines strukturellen Vergleichs." Bulletin of Institute of Buddhist Cultural Studies. (ISSN 0289-5544) Ryukoku University 35.1996, S. 19-28.

"Buddhistisches Philosophieren kreist immer wieder um das sich in Tun und Leiden erfahrende Subjekt, dem nicht gelingt, Glück zu finden und Schmerz abzuwehren. Mit der Nichtdauer aller Gegebenheiten, auch des eigenen Daseins, konfrontiert, stößt es als Handelndes und Empfindendes an Grenzen und damit oft auf die Frage Wer bin ich? Als bedingtes, also von anderen Faktoren Abhängiges, ist es, wie der Buddhismus betont, letztlich nichts Eigentliches. Und dennoch erlebt es sich als Autonomes, das sein und haben will, aber immer vergehen und verlieren muß. Hinter allem Triumph über Leistungen und allem Kummer über Scheitern, steht das Problem, ob es als bedingtes Wesen überhaupt selbst handeln kann. Ist nicht alles, was es tut, Wirkung vergangener Ursachen, sein Wollen und Wirken nur Trug und gleicht Goethes Hexensabbath, bei dem man zu schieben glaubt, doch geschoben wird? Ist der Mensch auch Tuender oder nur ein Leidender, dessen Leiden zu Leid, also Schmerz, wird, wenn er sich tuend wähnt? Zweifellos will das Subjekt beides, Tun und Leiden, aktiv das Dasein seinem Wunsch und Willen gemäß gestalten und zugleich oder immer wieder passiv in einem Umfassenderen geborgen sein. Mag im Alltag das Problem, ob und wann ich wahrhaft tue, was ich tue, eine untergeordnete Rolle spielen, erlangt es im Kontext buddhistischer Praxis große Bedeutung: Kann das Subjekt zu seiner Befreiung vom Leid an Nichtdauer und Scheitern durch eigenes Wirken beitragen? ..."


:: "Shinran Shônin." Chugainippô, 6. Juli 1996, S. 8-9.


:: "Buddha in seiner Zeit." Lotusblätter. Zeitschrift für Buddhismus (ISSN 0949-1104), 10.1996 (Ausgabe 3), S. 4-7.

"... Gautama war in seiner Jugend nicht nur dem Genuß ergeben. Früh muß er sich mit Recht und Verwaltung beschäftigt haben. Daß er sich später als kundiger Organisator und Gesetzgeber seiner Gemeinde sowie als geschickter Taktiker im Ausbreiten seiner Lehre erweist, zeigt, wie er in der Jugend Anteil an den Pflichten der Verwandten nahm. Sein ganzes Leben bleibt er von den Werten des republikanischen Kriegers geprägt: Noch im hohen Alter wird er selbstbewußt dem Heerführer eines Monarchen, der eine Republik angreifen will, davon abraten, weil diese nicht zu erobern sei, solange sie Bräuchen wie regelmäßigen Ratsversammlungen treu bliebe. ..."


:: "Vorgesetztenbeurteilung in Japan?" Karsten Hoffmann et al. (Hg.): Vorgesetztenbeurteilung in der Praxis. Weinheim: Beltz Verlag 1995 (ISBN 3-621-27281-X), S. 187-191 [mit Hiroko Murakami].

„... Negative Punkte berührendes Kritisieren eines Menschen widerstrebt nach japanischem Empfinden der Suche nach Konsens und Harmonie. Die Analyse des einzelnen stört die Synthese der Gruppe. Es polarisiert Meinungen und dividiert die Gemeinschaft in den Bewerteten und unterschiedlich Bewertende auseinander. Darum steht man dem Beurteilungswesen in Japan kritischer und differenzierter gegenüber als im westlichen Kontext. ...“


:: "'Das Erzeugnis warmer Klimate' - Zum Werden des Buddhismus-Bildes deutscher Philosophen und Historiker." Hôrin. Vergleichende Studien zur japanischen Kultur (ISSN 0945-9634), 1.1994, S. 169-183.

"Mit ersten von Reisenden und christlichen Missionaren vermittelten Informationen über den Buddhismus begannen in der Neuzeit europäische Philosophen, sich mit seinen Inhalten auseinanderzusetzen. In der klassischen Phase der deutschen Philosophie zeigte sich die älteste Weltreligion schon in Umrissen. Die Motive, sich mit ihr zu beschäftigen, waren unterschiedlich. Immanuel Kants umfassende Darstellung der Religionen Asiens in seinen geographischen Vorlesungen zeigt enzyklopädisches Interesse des Aufklärers. Georg Friedrich Wilhelm Hegel diente der Blick nach Indien als Beleg seiner historischen Theorien. Arthur Schopenhauer suchte in buddhistischen Lehren Bestätigung eigener Anschauungen. ..."


:: "Zur Interpretation der 48 Gelübde im Dai Muryôju kyô", Scientific Reports of Shiga Prefectural Junior College (ISSN 0371-3385) No. 39 (March 1991), S. 88-94 [mit Hôyû Ishida].

"... Die auf Shinran folgende Interpretationstradition hat bislang nahezu ausschließlich die Verdienstübertragung durch Buddha Amitâbha für den Weg ins Reine Land beachtet und das rückkehrende Wirken zum Heile anderer ausgeklammert. Durch eine solche Trennung beider Aspekte der Erlösung konnte diese leicht zu einem Fernziel ohne direkte Relevanz für die Gegenwart werden. ..."


:: "Meister T'an luan." Damaru, 4.1990 (Nr.18/19), S. 26-30.

"... Die höchste Wirklichkeit ist leer von jedem Eigensein, also gestaltlos. Gerade weil sie ohne Gestalt ist, kann sie nach T'an-luan jede beliebige Gestalt annehmen. Das Reine Land ist ihm eine solche unmittelbare Offenbarung der höchsten Wirklichkeit. Diese bringt sich durch das wunderbare Reich Amitâbhas und seiner begleitenden Bodhisattvas spontan selbst zum Ausdruck. Nicht der Mensch strebt ins Reine Land, sondern die höchste Wirklichkeit drückt sich dem Menschen verständlich in Gestalt des Reinen Landes aus und lädt ihn ein. ..."


:: "Die verlorenen Söhne kehren heim. Eine Geschichte aus dem Lotos Sûtra und dem Lukas Evangelium." Damaru, 4.1990 (Nr.17), S. 11-18 [mit Ursula Baatz].

"... Somit löst sich der Widerspruch, daß das buddhistische Gleichnis auf den ersten Blick der landläufig als 'christlich' betrachteten Haltung ähnelt, und daß umgekehrt die christliche Erzählung 'buddhistisch' anmutet. Dieser Widerspruch beruht auf Vorurteilen, die von fixierten, sich wechselseitig ausschließenden Bildern der Selbst- und Fremderlösung ausgehen. Doch kann man weder im Buddhismus von einer unbedingten 'Selbsterlösung' sprechen, wird doch dieses 'Selbst' ausschließlich als bedingt entstandenes gesehen, noch ist im Christentum Erlösung ohne die Freiheit des Menschen möglich. In beiden Fällen jedoch steht das Bild des Vaters für den gnadenhaften Aspekt der Erlösung (auch den Entschluß des historischen Buddha zur Lehrverkündigung nach seinem Erwachen muß man - selbst vor dem ausschließlichen Hintergrund der Pâli-Quellen - als Akt der Gnade bezeichnen), und das Bild des Sohnes zeigt den Aspekt des menschlichen Anteils an der Erlösung. ..."


:: "Shin Buddhism and the Search for New Ethics in the West." The Pure Land. Journal of Pure Land Buddhism. New Series, 6.1989, S. 117-126.

"... With the spread of Christianity, ethics in Europe has tended to become directed towards a goal. Through the myth of the Creation of the world and of man and their end in the Last Judgement, the Occident has produced the idea of a meaningful evolution of the earth as a history of salvation. At the same time, the concept of a beginning and an end implies a knowledge of the necessities of a way, namely, the one who thinks he knows from where everything comes and in which direction it has to move, has no difficulties defining the exact steps towards the absolute goal. Man with his practice takes part in forming such a goal.
What is formulated as a religious idea in Genesis and eschatology is also to be found in philosophy. Hegel's concept of the meaningful course of history is continued by the Marxist one of an evolution directed towards a goal, from the primitive communal system to the classless society. ..."


:: "Zur Mappô Lehre." Damaru 3.1989 (Nr. 15/16), S. 83-87.

"... Gute und schlechte Zeiten oder Lebensbedingungen sind, was die Möglichkeiten religiöser Verwirklichung für den Einzelnen betrifft, nicht an sich günstiger oder ungünstiger. Nicht unbedingt ist der Arme der ewigen Seligkeit näher und der Reiche der Verdammnis, weswegen es grundsätzlich besser wäre, nichts zu haben. Mit dieser einfachen Formel hat man im Namen der Religion zu lange ökonomische Ungerechtigkeiten verschleiert. Die Sûtras vom Reinen Land des Buddha Amitâbha sprechen eine andere Sprache: Alle materiellen und spirituellen Bedürfnisse will der Bodhisattva Dharmâkara für jedes Wesen erfüllen; Kleidung, Nahrung, Wohlstand und Schönheit für jedermann, und selbstverständlich auch Befreiung, Überstersteigen der Welt: Nirvana. ..."


:: "Das elektrogenetische Musikwerk..." [Begleitheft zur Compact Disc] Gerald Trimmel: disPLAY. Wien: Sonic Inertial Studio und Technisches Museum 1989. [unpaginiert, mit englischer und französischer Übersetzung].

"... Indem er durch Verlangsamung der gewohnten Klanggeschwindigkeit die Obertonstruktur quasi mit der Lupe betrachtete, legte der Komponist ansonsten im schnellen Sprachfluß verborgene Strukturen offen. Es zeigen sich dabei Löcher in der Oberflächer des Klangmaterials, die auf die Leerheit dahinter, auf die dem Klang inhärente Stille weisen. ..."


:: "disPLAY", Phantasie und Industrie. [Ausstellungskatalog] Wien: Technisches Museum, 1989 (ISBN 3-215-07341-2), S.146-148 [English translation by Peter Ian Waugh].

"... Die durch Kommunikationstechnologie übermittelte Datenfülle übersteigt ebenso wie die Anzahl der potentiellen Teilnehmer am Informationsprozeß das Maß menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit. Diese Fülle möglicher Daten und Partner ist ein Mysterium der Jetztzeit. Sie ist da, jedoch nie als Ganzes zu durchschauen. Die Geheimnisse der Kommunikationsmaschinen lassen sich nur partiell entschleiern: So wird die Begegnung mit Technik zur Metapher jeglichen Wirklichkeitserlebens. Wie die in ihrer Komplexität undurchschaubare Welt des Menschen nur in Einzelaspekten erlebt werden kann, wird in der Installation durch die stufenweise Einengung der Empfangsmöglichkeiten veranschaulicht: Aus dem Prozessor ragen viele Leitungen. Doch es gibt weniger Telefonhörer als Leitungen. Nur aus wenigen Hörern kommt Musik. Und zugelassen ist schließlich nur ein Rezipient. Trotz der technischen Möglichkeit, daß viele andere teilnehmen, hört ein Mensch alleine die Komposition, Trotz aller Massenkommunikation bleibt ihm seine existentielle Situation als der Eine in der Vielheit. ..."


:: "Hônen Shônin", Damaru. Zeitschrift für Buddhismus 3.1989 (Nr.11), S. 3-8.

"... In Hônens Sicht geht es nicht darum, was man alles können muß, um Befreiung zu erlangen. Die Befreiung von Gier, Haß und egoistischer Verblendung, also die Begegnung mit der Buddhaschaft, ist für ihn keine Frage der Begabung, sondern der Haltung. Eine Haltung aber kann sich auch im Einfachsten dokumentieren, bei der Vergegenwärtigung Amitâbhas also im bloßen Sprechen des Namens. ..."


:: "Der buddhistische Meister Shinran Shônin." Adyar. Theosophische Zeitschrift (ISSN 0001-9011), 44.1989 (Heft 1), S. 29 34 [Nachdruck: Damaru 3.1989 (Nr. 12), S.30-33].

"... Der buddhistische Pfad soll den Egoismus, der sich in Gier, Haß und Verblendung zeigt, überwinden. Er soll bewußt machen, wie das Wesen nicht für sich und aus sich heraus besteht, sondern im Zusammenhange mit allem Dasein. Geht man nun den Pfad des Buddha in der Absicht, sich aus 'eigener Kraft' vom Egoismus zu befreien, kann schon diese Anschauung in Verbindung mit ethischer Disziplin und konsequenten Meditationsübungen das Gegenteil des Erstrebten bewirken. Das Ego, das überstiegen werden soll, wird in seiner Verblendung noch bestärkt. Denn wo man, wie eine Grundlehre des Buddha sagt, in einem großen Werdeprozeß bedingt entsteht, da gibt es letztlich keine 'eigene Kraft'. Und so lehrte Shinran seine Schüler, nicht in diese Falle zu treten, indem er sie alles Fortschreiten auf dem Pfade als bewirkt durch die 'andere Kraft' des unendlichen Buddha Amida erfahren ließ. Diese unerschöpfliche 'andere Kraft' des Buddha nimmt alle Wesen an, die ihr eigenes Streben in dieser Weise Selbst-los betrachten. In diesem Sinne bemerkte Shinran einst: 'Selbst der Gute erlangt das Reine Land, um wieviel leichter dann der Böse.' ..."


:: "Der Bodhisattva Maitreya nach der Lehre Shinran Shônins" Amida 4 (März 1988), S. 1-6.

"... So kommt es zum diamantenen Geist durch 'kreuzweises Überspringen'. Mit diesem Begriff ist hier nur unzulänglich das japanische Wort Ôchô (chin.: Heng-ch'ao) wiedergegeben. Shinran bezeichnet damit ein Übersetzen zum Ufer der Befreiung, das nicht als gradliniger Prozeß eines allmählichen Fortschreitens erklärt werden kann. Ôchô ist kein faßbarer oder mit scholastischen Mitteln erschöpfend beschreibbarer Vorgang. Durch Buddhânusmrti erlebt der Mensch das Gnadengeschenk Amitâbhas: Spontane Transzendenzerfahrung, unmittelbar und den Verstand weiter hinter sich lassend. Die Gegenwart des Buddha wird zur eigenen Gegenwart; der eigene Geist wird Vajracitta. ..."


:: "Ganzheitliches Bewußtsein und Rückbezüglichkeit im Buddhismus." Delfin. Eine deutsche Zeitschrift für Konstruktion, Analyse und Kritik (ISSN 0724-2689), 4.1987 (VIII), S. 37-43.

"... Ein Zusammenstellen naturwissenschaftlicher Inhalte und buddhistischer oder auch ganz allgemein religiöser Aussagen sollte daher stets mit einer kritischen Reflektion seiner Motive einhergehen, um auszuschließen, daß man hier scheinbare Geltungsbeziehungen herstellt, bei welchen Religionen und Wissenschaft sich gegenseitig Bürgen werden, ohne daß etwas durch objektive wissenschaftliche Beweisführung oder subjektive religiöse Erfahrung als gesichert gelten dürfte. Die Verknüpfung jener Elemente bringt sehr leicht Gebilde hervor, die weniger 'Science' als vielmehr 'Fiction' sind. Sie mögen als neue Mythen des Atomzeitalters einer gewissen gesellschaftlichen Notwendigkeit entspringen und auch einige Originalität aufweisen. Doch die Gefahr, weder wissenschaftlich noch religiös zu sein, obgleich man beides vereint zu haben glaubt, lauert im System eines solchen Vorgehens.


:: "Einige Anmerkungen zum Buddhismus Bild deutschsprachiger Denker." Bodhi Baum 11.1986, S. 72-82.

"... Nicht immer, wenn 'Buddhismus' abgelehnt wurde, betraf dies demnach tatsächlich buddhistische Aussagen; nur selten, wenn 'Buddhismus' angepriesen oder gelehrt wurde, ging es dabei um etwas, das den überlieferten Lehren des Buddha und den von diesen ausgehenden asiatischen Traditionen entsprach. Vielmehr wurde die unbekannte Lehre aus dem Osten zu einem Projektionsfeld für europäische Auffassungen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste, die in entsprechenden Interpretationen und Urteilen ihren Niederschlag fanden. Ob es sich hierbei um eine im Verlaufe der Zeit sich klärende Rezeption buddhistischer Inhalte durch westliche Denker und damit um eine echte europäische Tradition der Buddhismus-Interpretation oder lediglich um eine Geschichte sich abwechselnder und widerstreitender Irrtümer handelt, mag von verschiedenen Standpunkten unterschiedlich gesehen werden. ..."


:: "Lama Anagarika Govinda zum 85. Geburtstag des buddhistischen Schriftstellers." Bewußter lesen bewußter leben 2 (1983), S. 6-7.

"... Selbstverantwortlichkeit auf dem Weg, dynamische Wandlung und in diesem Sinne ein steter schöpferischer 'Anfängergeist' arbeitete Lama Anagarika Govinda als Schlüsselwerte einer Bewältigung heutiger Menschheitsprobleme heraus. Dabei möchte er ganz im Sinne des Buddhismus keine vorgefertigten Problemlösungen anbieten, sondern dem einzelnen Menschen die Fähigkeit zur Problemlösung vermitteln. Die Probleme des Menschen und der Welt mögen sich im historischen Prozeß ändern, wenn der Mensch jedoch ohne ideologisches Vorurteil an eine Bewältigung geht, wirklich spontan und kreativ handeln kann, wird er diesen Problemen nicht machtlos gegenüber stehen. ..."


:: "Pratapamallas Gedicht." Gauke's Jahrbuch '84. Hann. Münden: Gauke 1983 (ISBN 3-87998-055-1), S. 159-162.

"... Seit jenen Tagen kenne ich ein Mädchen, das scheu ist gleich einem flüchtigen Gedanken. Nur in schwärzesten Nächten, wenn alle Lichter ausfallen, mag es bei mir sein. Dann spüre ich seinen sachten Atem an meiner Stirn, und ich glaube, daß es ein Stück des Todes lebt. - Immer bin ich einsam, wenn es mich verläßt, und ich muß noch einsamer sein, wenn es wiederkommt. ..."


:: "Individualität und Wandlung des Buddhismus." Der Kreis 163 (1983), S. 31-38.

"... Denn eine Person kann sich niemals im Stillstand oder der Identität mit seinem Umfeld selbst erleben, sondern nur in der eigenen Wandlung. Doch die Wandlung der Persönlichkeit vollzieht sich allein in der wesenhaften, innigsten Auseinandersetzung mit dem anderen. ..."


:: "Ârya Maitreya Mandala." Damaru 1.1982 (Nr. 4), S. 5-14.

"... Mit dem Absterben der Großfamilie und den damit Hand in Hand gehenden positiven wie negativen Veränderungen in den Gesellschaften des Ostens wie des Westens, ändert sich auch die Bedeutung eines Mönchsordens und des Klosterlebens. Hauptsächliche Träger religiösen Lebens werden mehr und mehr jene sein, die in der Welt stehend den Weg der Befreiung und Erleuchtung gehen. Dies ist die Konsequenz eines Zeitalters, das dem Individuum größere Freiheiten gewährt als je zuvor in der Geschichte. ..."


:: "Maitri: Das Wesen Maitreyas." Damaru 1.1982 (Nr. 3), S. 77-87 [Nachdruck, Bodhi Baum, 8.1983, S. 139-143].

"... Frühere Übersetzer haben Maitri mit 'Güte oder 'Allgüte' wiedergegeben. Jedoch erweisen sich solche Übertragungen bei näherer Beschäftigung mit der buddhistischen Konzeption von Maitri als zu schwach. ..."


:: "Kommentar zum Text der Prophezeiung." [zu Dîghanikâya 26] Damaru 1.1982 (Nr.3), S. 64-76.

"… Es ist erwägenswert, ob wir - aller Steigerung der Lebenserwartung zum Trotze - aufgrund fortschreitender Überflutung mit Reizen einer immer technisierteren, hektischeren Umwelt nicht ärmer an Innenleben sind, welches immer auch Perioden der stillen Schau erfordert, als Generationen vor uns mit erheblich geringer biologischer Lebenserwartung. …"


:: "Wer ist Buddha?" Damaru 1.1982 (Nr.1). S. 18-27.


:: "Buddha Biographie. Läuterungslegende oder Ganzheitssymbol?" Bodhi Baum 5.1980, S. 23-28.

"... Für ein Verständnis der Lehrtraditionen sowie das Praktizieren der von diesem Buddha gegebenen Anregungen ist die Frage historischer Tatsächlichkeit seiner Biographie von minderer Bedeutung. Mehr kommt ihr die Funktion eines Sinnbildes denn eines Abbildes zu. Dennoch wird die Buddha-Biographie gerade auch in ihrer Symbolfunktion von entstellenden Interpretationen bedroht. ..."


:: "Edward Kelleys Lehrer." Hans Otfried Dittmer, Gerd Henkel (Hg): Katapult Extra. Eine Anthologie. Band 1. Scheden: Dittmer Publikationen, 1978. S. 17, ISBN 3-88297-110-X.

"... Der Welt Verlust:
Das Wunderbare ..."


:: "Byzanz Instanbul." Carl H. Kurz (Hg): Zwischen allen Gleisen. Kleinst Anthologie. Scheden: Edition Halber Bogen & Dittmer Publikationen, 1978 [unpaginiert].

"... wenn alles Pulsen in den Tod einmündet
Epochen stets das Gleiche repetieren..."

 


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:: kolumnen, stellungnahmen, offene briefe


::
"Übrigens… Der Erleuchtung ist egal, ob ich sie erlange." Ursache & Wirkung. Buddhistische Aspekte Nr. 54 (2005), ISSN 1026-003X.

:: "Willst du wirklich noch mit mir zusammen sein?" Ursache & Wirkung. Buddhistische Aspekte Nr. 53 (2005), S. 6-7, ISSN 1026-003X.

:: " Übrigens… Kaufen, Verbrauchen und den Rest entsorgen." Ursache & Wirkung. Buddhistische Aspekte Nr. 53 (2005), S. 80-81, ISSN 1026-003X.

:: "Abseits: Oscar Kiss Maerth oder Die gescheiterte buddhistische Weltrevolution." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 45 (2003), S. 60, ISSN 1026-003X.

:: "Abseits: Hundert Jahre Buddhismus in Deutschland?" Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben 13.2003 Nr. 44, S. 43, ISSN 1026-003X.

:: "Abseits: Der Frühbuddhismus erlosch in Bayern." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 43 (2003), S. 56, ISSN 1026-003X.

:: "Katholischer Rundfunk made in Polen: Maria oder Josef?" forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 219 (September 2002), S. 57, ISSN 1680-2322.

:: "Sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Kocher." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 219 (September 2002), S. 37, ISSN 1680-2322.

:: "Die Quadratur des Kreises. Eine Antwort an Germain Dondelinger." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 216 (Mai 2002), S. 53-54, ISSN 1680-2322.

:: "‚Nein, aber...' - ‚Ja, aber...' Parteien und Biotechnologie." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 214 (März 2002), S. 25-26, ISSN 1680-2322.

:: "Vier Präsidenten für Austrolux." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 208 (Juni 2001), S. 59.

:: "Seit 1998 ..." [Abschiedsworte als Chefredakteur der Zeitschrift Ursache&Wirkung] Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 35 (2001), S. 3. ISSN 1026-003X.


:: "Brief aus Kyoto: Kot, Urin und Menschenfleisch." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 34 (2000), S. 30-31, ISSN 1026-003X.

"... Eine Bewegung wie Tantra, die von Geheimhaltung spricht und auch im buddhistischen Rahmen Riten verwendet, in denen Schädelschalen, kultische Messer, symbolische Tötungen und Bilder dämonischer Gestalten in sexueller Vereinigung eine Rolle spielen, ist naturgemäss auch anziehend für solche, welche die dunklen Seiten des Daseins attraktiv finden. Dies gilt besonders für unseren Kulturkreis mit seiner Tradition des Scheidens von Gut und Böse mit entsprechenden Symbolen. Tantrische Riten bergen für den, dem sie Realität bedeuten, vielerlei Gefahren, statt des erhofften Erwachens in Abgründe zu fallen. Schon der Totenschädel im religiösen Kult kann für den einen Mahnung an die Vergänglichkeit sein, der andere mag destruktive Kitzel spüren, eine Faszination des Todes. Shoko Asahara, der Gründer der Sekte Aum Shinrikyo, verstand den Giftgas-Angriff auf die U-Bahn in Tokio und manch andere Mordtat offenbar als tantrische Opferhandlungen. Natürlich ist das wahnhaft, krank und extrem. Aber es ist eine der Richtungen, in welche Bilder und Mythen der Destruktion weisen, die es im tantrischen Buddhismus im Überfluss gibt. Und ich fürchte, dass letztlich kein Bodhisattva-Gelübde davor schützt, ein gewalttätiges Bild als das wahrzunehmen, was es ist. ..."

:: "Brief aus Kyoto: ‚Ist nicht ein Mann wie jeder andere?'" Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 33 (2000), S. 38, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: ‚Völker Europas, wahrt eure heiligsten Güter!'" Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 32 (2000), S. 24, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Zum Heiligen Jahr 2000." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 31 (2000), S. 54-55, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Zen und die Kunst ein Glas Sekt zu trinken" Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 30 (1999), S. 54-55, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Freut Sie das Leben oder wären Sie auch lieber tot?" Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 29 (1999), S. 44-46, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Die Weltverschwörung des Dalai Lama und andere buddhistische Probleme" Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 28 (1999), S.62-64, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Kasperle und Krokodil. Oder: Warum ich nicht frei sein will." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 27 (1999), S.50-51, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Mit Shogun Tokugawa und Papst Paul VI. in Shinjuku." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 26 (1998), S.60-61, ISSN 1026-003X.

:: "Die Themen der beiden nächsten U&W Ausgaben" 1/99: ‚Der befreite Mensch', 2/99: ‚Probleme im Weltbuddhismus'" Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 26 (1998), S. 80. ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder..." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 25 (1998), S.37-38, ISSN 1026-003X.

:: "Brief aus Kyoto: Selbstverantwortung?" Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 24 (1998), S.28-29, ISSN 1026-003X.

:: "Wer richtet hier?" Lotusblätter. Zeitschrift für Buddhismus 11.1997 (Ausgabe 2), S. 54-55 [Reaktion auf Martin Baumann ebendort S. 53-54], ISSN 0949-1104.

:: "I was deeply shocked [...]." [Kondolenzadresse für Shôken Yamasaki], One encounter - Once in a lifetime. To the Memory of the late Rev. Prof. Shoken Yamasaki. Kyoto: International Association of Buddhist Culture, 1990, S. 22-24.


:: "Fa yen fragte einst." Damaru 2.1988 (Nr. 7), S. 5.

"... Ich bin Knecht all dessen, was ich wahrnehme, abhängig von den Motorgeräuschen von der Straße, vom Lächeln eines Menschen, vom Stechen einer Biene. Ich verdanke mein Dasein allem, was im Augenblick mein Bewußtsein füllt: Die Klinke der Tür, die ich öffne; der Mensch, der mir im Bus gegenübersitzt; - ich bin nur, weil und indem ich all das wahrnehme. Sei eine Wahrnehmung auch noch so unangenehm und schmerzhaft, sie läßt mich im gegenwärtigen Moment existieren! Jedes ANDERE ist ein Geschenk;schenkt mir durch sich - mich! ..."

:: "Mein letzter Brief zum Thema ‚Sangha' […]." Damaru 2.1988 (Nr.6), S. 4-5.

:: "Zu einer angeblichen neuen Verfassung für den Orden Ârya Maitreya Mandala." Damaru 2.1988 (Nr.5), S. 6 ff [mit Robert Janssen].

:: "Seit dem 22.November 1987 [...]." Damaru 2.1988 (Nr.5), S. 4-5.

:: "Besuch einer Delegation des Ordenszweiges West Europa in den USA." Der Kreis 162 (1983), S. 31-32.

:: "Gesellschaftsvertrag." In Vorbereitung die überregionale Alternativ Zeitschrift. Info 2, Amsterdam: Gerhard Kaubisch, 1978, S. 8-9.

:: "Entwurf (Diskussionskonzept einer Satzungsgrundlage für die Verlags und Redaktionsarbeit)." Informationsschrift zur Planung der überregionalen Alternativ Zeitschrift. Amsterdam: Gerhard Kaubisch, 1978, S. 12-13.

:: "Arbeitskonzept für den redaktionellen Bereich: Philosophie & Bildende Kunst", In Vorbereitung - die überregionale Alternativ Zeitschrift. Info 2. Amsterdam: Gerhard Kaubisch, 1978, S. 40 41 [mit Wolfgang Graf von Lüttichau].

:: "Zum Themenbereich Kunst und Philosophie." Informationsschrift zur Planung der überregionalen Alternativ Zeitschrift. Amsterdam: Gerhard Kaubisch, 1978, S. 8.

:: "Angriffe wundern nicht." Die Rheinpfalz April 1977.

:: "Das Wort ergriffen für die Schwächeren." Die Rheinpfalz 4. Januar 1977.

:: "Anlaß zu Befürchtungen." Die Rheinpfalz 9. Dezember 1976.

:: "Kern des Problems verschleiert." Die Rheinpfalz 22. Oktober 1976.

 


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:: rezensionen


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"Vom Wunderbaren. Zwei neue Bücher von Patrick Dondelinger." [Rezension von Patrick Dondelinger: Die Visionen der Bernadette Soubirous und der Beginn der Wunderheilungen in Lourdes. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 2003. - Patrick Dondelinger (Hg): "Faut-il croire au merveilleux?" Paris: Les Éditions du Cerf 2003.] forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 234 (März 2004), S. 48-49, ISSN 1680-2322.

:: "Simone Arnold Liebster: Allein vor dem Löwen. Ein kleines Mädchen widersteht dem NS-Regime. Esch-sur-Alzette: Schortgen Editions 2002." forum für Politik, Gesellschaft und Kultur Nr. 230 (Oktober 2003), S. 45-46, ISSN 1680-2322.

:: "Hans Wolfgang Schumann: Handbuch Buddhismus. Die zentralen Lehren: Ursprung und Gegenwart. München: Diederichs Verlag 2000, 400 Seiten." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 35 (2001), S. 77, ISSN 1026-003X.

:: "Von Buddha zu Christus?" [Rezension von Martin Kamphuis: Ich war Buddhist. Das Ende einer Pilgerreise. München: Pattloch Verlag, München, Basel und Gießen: Brunnen Verlag 2000]. Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben Nr. 33 (2000), S. 96-97, ISSN 1026-003X

:: "Gesche Rabten: Inneren Frieden bewahren. Aus dem Tibetischen von Helmut Gassner. Le Mont-Pèlerin: Edition Rabten 1999, 135 Seiten." Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 29 (1999), S.63-64, ISSN 1026-003X.

:: "Klaus-Josef Notz: Das Lexikon des Buddhismus. Freiburg im Breisgau: Herder Verlag 1998." Lotusblätter. Zeitschrift für Buddhismus Nr. 1 (1999), S. 44-47, ISSN 0949-1104.

:: "Martin Baumann 1993, Deutsche Buddhisten. Geschichte und Gemeinschaften. Marburg: Diagonal (Religionswissenschaftliche Reihe; Band 5, 441 S.)." Hôrin. Vergleichende Studien zur japanischen Kultur 1.1994, S. 193-197.

:: "Neue Literatur zur Schule vom Reinen Land." Hôrin. Vergleichende Studien zur japanischen Kultur 1.1994, S. 187-192.

:: "(Nicht nur) am Rande notiert... ." [Besprechung von Alfred Wieser und Karl Rauter: Philosophie. Logik und kritische Problemlehre. Wien: Verlag Franz Deutike 1974]. Der Kreis 156 (1982), S. 31.

 


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: übersetzungen & bearbeitungen


:: Takamaro Shigaraki: Sogar der Gute wird erlöst, um wie viel mehr der Böse. Der Weg des buddhistischen Meisters Shinran. Luxembourg: Kairos Edition 2004, 94 S. ISBN 2-9699829-2-4.

:: Thomas Merton: "Hagia Sophia." Volker Zotz, Friederike Migneco (Hg): Totus tuus. Marianisches Lesebuch zur Luxemburger Muttergottes-Oktave. Luxembourg: Kairos Edition, 2004, S. 133-139. ISBN 2-9599829-9-1.

:: Takamaro Shigaraki: "Das Ziel allen Alterns: Der Tod." Ursache & Wirkung. Buddhismus in Gesellschaft und Leben 13.2003, Nr 46, S. 18-19. ISSN 1026-003X.

:: Ronald Shone: Erfolge optimal visualisieren. München: Verlag Peter Erd, 1990. 204 S.

:: José Silva unter Mitarbeit von Dr.Robert Stone: Die Silva Mind Control Methode für Führungskräfte. Das Erfolgsprogramm zur Steigerung Ihrer Führungsqualitäten. München: Wilhelm Heyne Verlag, 1990. 282 S.

:: Claude Bristol: Entdecke Deine mentalen Kräfte. München: Verlag Peter Erd, 1989. 209 S. [= Neuausgabe von VII.4] ISBN 3-8138-0161-6

:: Christa Faye Burka: Vom Ich zum Licht. Weisheiten eines höheren Bewußtseins. Aus dem Amerikanischen übertragen. München: Verlag Peter Erd, 1989. 97 S. [Pearls of Consciousness by Christa Faye Burka. Albuquerque: Brotherhood of Life, 1987]. ISBN 3-8138-0159-4

:: Frederick Bailes: Lebe schöpferisch. In sieben Tagen neue Kräfte wecken. München: Verlag Peter Erd, 1989. 258 S. 2. Aufl. 1990. ISBN 3-8138-0152-7

:: Ronald Shone: Dein Ziel sehen und erreichen. Aus dem Englischen übertragen und bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1988. 204 S. [Creative Visualization by Ronald Shone. Wellingborough: Thorsons Publishers, 1984]

:: José Silva unter Mitarbeit von Dr.Robert Stone: Die Silva Mind Control Methode für Führungskräfte. Aus dem Amerikanischen übertragen und bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1987. 256 S. [The Silva Mind Control Method for Business Managers by José Silva in association with Robert B. Stone, Ph.D. Englewood Cliffs, N.J.: Prentice Hall, 1983] ISBN 3-8138-0061-X

:: Claude Bristol: Die Macht des Glaubens. Wirksame Techniken, um seine Ziele zu erreichen. Aus dem Amerikanischen übertragen und bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1987. 209 S. [The Magic of Believing. The science of setting your goal an then reaching it. Englewood Cliffs, N.J., 1985] ISBN 3-8138-0067-9

:: Ainslie Meares: Ängstige Dich nicht lebe und gewinne! Wie man Ängste abbaut, um glücklich zu leben. Aus dem Australischen übertragen uns bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1986. 234 S. [The Wealth Within. Self help through a System of Relaxing Meditation by Ainslie Meares. Melbourne: Hill of Content, 1978] ISBN 3-8138-0051-2

:: Frederick Bailes: Ich lebe glücklich. In 7 Tagen ein neuer Mensch. Aus dem Amerikanischen übertragen und bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1986. 258 S. [Hidden Power for Human Problems by Frederick Bailes. Englewood Cliffs, N.J.: Prentice Hall, 1957] ISBN 3-8138-0064-4

:: Vernon Howard: Durch mystische Weisheit zu kosmischer Kraft. Aus dem Amerikanischen übertragen und bearbeitet. München: Verlag Peter Erd, 1985. 283 S. [The Mystic Path to Cosmic Power by Vernon Howard. West Nyack, N.Y.: Parker Publishing, 1967] ISBN 3-8138-0048-2

:: "Cakkavatti Sihanada Sutta" [Paraphrasierte Übertragung aus dem Pâli], Damaru, 1.1982 (Nr.2), S.36-48.

:: "Ârya Maitreya Vyakarana" [Paraphrasierte Übertragung nach dem Sanskrit und Tibetischen], Damaru 1.1982 (Nr.2), S.49-55.

:: Lama Anagarika Govinda: "Die acht Erscheinungsformen des Guru Padmasambhava", Der Kreis 116 (1975), S.2-7 [Übersetzung aus dem Englischen.]

 


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: herausgeberschaften & redaktionen


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forum für Politik, Gesellschaft und Kultur (Luxemburg), ISSN 1680-2322; Redaktioneller Leiter von Mai 2002 bis Dezember 2004.

:: Ursache & Wirkung. Zeitschrift für Buddhismus. ISSN 1026-003X; Chefredakteur von 9.1999, Nr. 29 bis 10.2000, Nr. 34.

:: Guidelines for Buddhist Studies. Hong Kong: International Institute of Buddhist Studies. ISSN 1029-7529; Schriftleiter ab 1.1999 (eingestellt).

:: Schriftenreihe des Kuratoriums für Eros-dyamische Anthropologie und Psychologie
Band 1: Friedhelm Köhler: Das Psychologische Institut für Eros-Dynamik. Forschung und Praxis. Hann[oversch] Münden: Gauke Verlag 1982. ISBN 3-87998-047-0.

:: Zeitschrift Damaru. Herausgeber ab 1.1982.

 

 


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„Was die Wahrheit im letzten Sinn bedeutet, lässt nicht allgemein gültig formulieren, sondern nur erleben. Aus diesem Grund blieben alle Aussagen relativ. Diese Erkenntnis kann mich einerseits duldsamer machen: Jede wirklich durchdachte Position hat etwas für sich, erhellt einen Aspekt des Ganzen und sollte deswegen nicht allzu rasch vom Tisch gewischt werden. Andererseits kann ich die Wahrheit über mich nicht in Theorien finden. Die Frage Wer bin ich? kann ich nur lösen, indem ich vom Wort zum Erlebnis komme.“
Volker Zotz: Kamasutra im Management. Inspirationen und Weisheiten aus Indien. Campus Verlag, S. 148.

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